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Im sächsischen Lehrerstreit ist das Eis gebrochen - Tarifvertrag für Altersteilzeit in Sicht

Im sächsischen Lehrerstreit ist das Eis gebrochen - Tarifvertrag für Altersteilzeit in Sicht

Ende der Eiszeit: Im langen Streit um Sachsens Lehrer haben sich Gewerkschaften und Freistaat gestern bei einem Spitzengespräch angenähert. Das Land stellte für den Generationenwechsel in den Lehrerzimmern unter anderem einen Tarifvertrag über Altersteilzeit in Aussicht.

Zuvor waren die Gewerkschaften stets mit ihren auch von Streiks begleiteten Forderungen abgeblitzt.

Für einen weiteren Arbeitskampf gibt es "vorerst keinen Anlass", erklärte Sabine Gerold, Chefin der Bildungsgewerkschaft GEW, gestern nach dem Gespräch mit Finanzminister Georg Unland (CDU) und Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos). Der Klimawandel geht vor allem auf das Einlenken des Freistaats zurück. Zerwürfnisse aus der Vergangenheit seien gestern ausgeräumt worden, hieß es auf beiden Seiten.

Am Ende lag ein Gesamtpaket auf dem Tisch, das für weitere Verhandlungen drei wesentliche Ziele festschreibt. Zu Altersteilzeitregelungen für die Lehrer soll es einen Tarifvertrag geben. Für die Eingruppierung der Pädagogen, die in Sachsen nicht verbeamtet sind, strebt Unland eine bundesweite Einigung an. Eine separate Vereinbarung soll weitere offene Streitthemen klären. Geplant ist unter anderem auch ein gemeinsames Papier von Freistaat und Gewerkschaften zum Thema Lehrergewinnung für Sachsen.

Der nächste Verhandlungstermin ist für den 16. September angesetzt. Dann will die Gewerkschaft bereits ein Papier zu den vereinbarten Zielen vorlegen. "Wir gehen verhalten optimistisch in die nächste Runde", sagte GEW-Chefin Gerold. Es gebe "erstmals eine klare Aussage der Staatsregierung". Noch seien allerdings nicht alle Probleme vom Tisch. Von einem "Schritt in die richtige Richtung" sprach auch der Beamtenbund. "Wir sind nicht aktionistisch, aber aktionsbereit", blieb Verhandlungsführer Willi Russ jedoch zurückhaltend. Kultusministerin Kurth ist vor allem die Absicherung des Unterrichts wichtig.

Mitte Juni hatte der Freistaat ein erstes Paket zum Generationenwechsel an Sachsens Schulen vorgelegt. Die Gewerkschaften sahen sich dadurch brüskiert und stellten weitere Streik-Aktionen in Aussicht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.08.2013

I.Pleil/J.Kochinke

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