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Im Wahlkreis 12 regieren die Gegensätze, doch das Thema Bildung eint die Ortschaften und Stadtteile

Im Wahlkreis 12 regieren die Gegensätze, doch das Thema Bildung eint die Ortschaften und Stadtteile

Mehr Gegensätze lassen sich kaum in einem Wahlkreis unterbringen: Teile eines Plattenbaugebietes und Ortschaften mit dörflichem Charakter auf der Höhe, aber auch direkt an der Elbe, dazu noch ein dicht besiedeltes Altbaugebiet.

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Ist besser als sein Ruf: Der Wohnungsleerstand in Gorbitz ist in den vergangenen Jahren stark gesunken.

Quelle: Jürgen M. Schulter

Der Wahlkreis 12 vereint das frühere DDR-Wohnungsbaugebiet Gorbitz am Westhang, die Ortschaften Gompitz, Altfranken, Cossebaude und Mobschatz – ländlicher Raum trifft Großstadt. Ein Problem aber beschäftigt die Einwohner im gesamten Wahlkreis: die Schulen.

In Gompitz und Altfranken steht die Grundschule direkt vor der Haustür der Einwohner. Doch sie ist nur einzügig, während beide Ortschaften dank zahlreicher Wohngebiete gigantische Einwohnerzuwächse zu verzeichnen haben. In Altfranken lebten 1989 noch 198 Einwohner. Heute sind es 1116. Altfranken wurde vom Stadtrat einfach aus dem gemeinsamen Schulbezirk mit Gompitz herausgestrichen, die Eltern in der Ortschaft müssen weite Wege für ihre Knirpse in Kauf nehmen. Aber auch das zeigt nur bedingt Wirkung: 33 Kinder wurden dieses Jahr an der Gompitzer Grundschule angemeldet, 28 Plätze gibt es, fünf Familien gehen beim von der Stadt geplanten Losverfahren leer aus.

Die Stadtverwaltung sieht dennoch keinen Bedarf für eine zweizügige Gompitzer Grundschule, für die eine Elterninitiative unverdrossen kämpft. Die Anmeldezahlen, die Stadt und Eltern für die nächsten Jahre prognostizieren, lassen sich nicht in Übereinstimmung bringen. Immerhin: Nachdem sich vor allem SPD-Landtagsabgeordnete Eva-Maria Stange für eine Erweiterung der Gompitzer Grundschule stark machte, hat jetzt auch die CDU das Thema für sich entdeckt und in ihr Kommunalwahlprogramm aufgenommen.

Aber nicht nur an Grundschulplätzen mangelt es im Wahlkreis. Es gibt nur ein Gymnasium in Cotta, und das ist in einem desolaten baulichen Zustand. Dringenden Sanierungsbedarf für das Dach und den Bereich der Schulspeisung räumt die Stadt ein, es werde eine Bedarfsplanung für die Bauarbeiten erstellt. Wann aber die Zustände behoben werden können, steht in den Sternen. Der Stadtrat müsste Mittel einplanen, damit sich etwas ändern kann.

Das Gymnasium Gorbitz schließlich wurde 2001 vom Stadtrat geschlossen. Ab kommendem Schuljahr ziehen wieder Gymnasiasten in den Plattenbau am Leutewitzer Ring ein. Doch das neue Gymnasium soll schon 2018 nach Plauen in das sanierte Gebäude des Fritz-Löffler-Gymnasiums umziehen. Gorbitz verliert dann den Status als gymnasialer Standort wieder, obwohl dem Stadtteil eine höhere Schule guttun würde.

Thomas Baumann-Hartwig

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