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Im Osten was Gutes - Verlässliche Küche und prima Service im Erbgericht Tautewalde

Im Osten was Gutes - Verlässliche Küche und prima Service im Erbgericht Tautewalde

Es braucht schon ein wenig Zeit bis nach Tautewalde. Aber der Weg lohnt sich immer wieder, mehr noch: Beim diesjährigen Besuch im Rahmen der DNN-Aktion „Dresden isst fantastisch“ hatten wir den Eindruck, dass Enrico Schulz noch etwas zugelegt hat.

Kein Wunder also, das an diesem Donnerstag in der Gaststube alle Tische belegt waren!

Vor dem eigentlichen Menü (das übrigens nicht dem in der Beilage abgedruckten entsprach, uns aber viel besser gefiel!) brachte die Bedienung schon mal was zum Naschen. Neben dem gewohnt hervorragenden Brot auch einen richtigen Gruß aus der Küche: Gebratenes Entenbrustfilet auf Teltower-Rübchen-Salat und eine Kürbisschaumsuppe. Hier zeigte die Küche schon mal, wo es den Abend langgehen würde: die Entenbrust schön rosa auf den Punkt gegart, fein Appetit machendes Dressing am Salat und eine lecker-schaumig aufgeschlagene Suppe. Weil wir so gerne meckern: Auch wenn das alle so machen, finde ich Suppe in kleinen hohen Tassen unpraktisch. Aber gut aussehen tut‘s ja!

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Schokoladen-Thymiansoufflée mit Rhabarber und Himbeersorbet

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Gebratene Riesengarnelen auf schwarzen Taglioni und Hummerschaum als Vorspeise machten uns rundum glücklich, weil Optik und Geschmack passten. Vor allem der Hummerschaum fügte sich trefflich. Unsere Weinbegleitung an dem Abend sollte ein Riesling aus dem Hause von Othegrafen (Kanzem an der Saar) sein. Die erste Flasche hatte Kork – und hier zeigte sich einerseits, warum immer mehr der guten Weingüter mittlerweile zum Schraubverschluss gewechselt haben – und andererseits, wie ein guter Service sowas auffängt: Sofort kam eine neue Flasche 2010 Bockstein, immerhin ein Großes Gewächs dieses VDP-Weinguts. Und nun war der Wein genau so wie erwartet: rassig und mineralisch. Weil er uns gefiel, blieben wir auch beim Hauptgang dabei: Kross gebratenes und würziges Medaillon vom Kalbsfilet auf Ragout von zweierlei Pilzen und Kartoffel-Tomatenroulade.

Das Dessert Schokoladen-Thymiansoufflée mit Rhabarber und Himbeersorbet setzte einen geschmackskräftigen Schlusspunkt des Menüs (34,00 Euro) – wobei der lauwarme Schokokuchen uns deutliche Hhhmms! und das schmelzig-kräftige Himbersorbet vernehmliche Aaahhs! entlockte. Und nein, das war‘s noch nicht: Zum Espresso gab es noch einmal Pralinen, und zwar (schrieb ich schon, dass uns die Bedienung sehr gefiel?) sechs bei nur einem Espresso. Eine nette Geste den Koffeinverweigerern gegenüber!

Ulrich van Stipriaan

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