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Hoyerswerda setzt auf Grün

Bürgermeister im Interview Hoyerswerda setzt auf Grün

Die drittgrößte Stadt der Oberlausitz schrumpft weiter. 25 Jahre nach der Wende haben von den einst knapp 72 000 Einwohnern mehr als die Hälfte der Stadt den Rücken gekehrt. Zwar ist die Abwanderung gestoppt, doch durch den demografischen Wandel verkleinert sich die sächsische Kommune fast wie keine zweite Stadt Ostdeutschlands.

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Der seit 2006 amtierende Oberbürgermeister von Hoyerswerda, Stefan Skora (56, CDU), vor dem Rathaus der drittgrößten Stadt der Oberlausitz.

Quelle: dpa

Hoyerswerda. Die drittgrößte Stadt der Oberlausitz schrumpft weiter. 25 Jahre nach der Wende haben von den einst knapp 72 000 Einwohnern mehr als die Hälfte der Stadt den Rücken gekehrt. Zwar ist die Abwanderung gestoppt, doch durch den demografischen Wandel verkleinert sich die sächsische Kommune fast wie keine zweite Stadt Ostdeutschlands. Hoyerswerda steht bis 2030 der Rückbau von weiteren 6000 Wohnungen bevor, sagt Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU).

Wie viele Menschen leben in
15 Jahren in Hoyerswerda?

Im April 2016 lebten noch 34 200 Einwohner in Hoyerswerda. In der Neustadt, die am stärksten von dem Bevölkerungsrückgang betroffen ist, wohnen derzeit 19 350 Menschen. Ein Viertel von ihnen ist65 Jahre und älter. Zu Beginn des Schrumpfungsprozesses, der seinen Ursprung in der wirtschaftlichen Veränderung nach 1990 hat, sind die Einwohner aufgrund fehlender Arbeits- und Ausbildungsplätze aus Hoyerswerda weggezogen. Heute und in den kommenden Jahren wird der andauernde Schrumpfungsprozess durch die natürliche Bevölkerungsentwicklung verursacht, so dass in der Neustadt im Jahr 2030 noch 11 300 Einwohner leben werden.

Welche Konsequenzen haben diese Entwicklungen im ehemaligen DDR-Vorzeige-Neubaugebiet, das für 60 000 Menschen ausgelegt war, für die Stadt?

Die Neustadt soll neben der Altstadt und den Ortsteilen ein attraktiver Stadtteil bleiben. Gleichzeitig muss die Ausgestaltung der Stadtstruktur auch wirtschaftlich leistbar sein. Nach dem derzeitigen Stand werden bis 2030 etwa 6000 Wohneinheiten nicht mehr benötigt. Das bedeutet, dass wir Flächen von außen nach innen zurückbauen werden. Dabei wollen wir einzelne, kompakte Quartierinseln mit Wohnungen für junge Menschen, Familien, Senioren und viel öffentlichem Grün schaffen. Um die Bereiche aufzuwerten, soll unter anderem die Verkehrs-Infrastruktur an den Bedarf angepasst werden. Wichtig ist uns auch, Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen zu sichern.

Wie wird die Stadt diese Herausforderungen anpacken?

Der Prozess des Stadtumbaus hat sich gewandelt. In den vergangenen 15 Jahren war er durch den dramatischen Wegzug vor allem junger Einwohner geprägt. Im weiteren Prozess geht es um die Chance, aus der Neustadt einen kleineren und kompakten, aber weiterhin lebenswerten Stadtteil zu machen. Wir überprüfen regelmäßig – wie gerade derzeit – unser städtebauliches Entwicklungskonzept, um es der weiteren Bevölkerungsentwicklung und den daraus notwendigen Maßnahmen anzupassen. Dabei wollen wir im Gespräch mit den Einwohnern bleiben. Wichtig für Städte wie Hoyerswerda ist darüber hinaus die Beibehaltung der Förderungsregularien über das Bund-Länderprogramm Stadtumbau Ost. Denn auch nach 2030 ist ein weiterer Rückbaubedarf zu erwarten.

Von Miriam Schönbach

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