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Homo-Ehe: Sachsen-CDU tritt auf Bremse

Homo-Ehe: Sachsen-CDU tritt auf Bremse

Angesichts der Diskussion um eine Gleichstellung der Homo-Ehe hat Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer die Union davor gewarnt, den Blick für das Wesentliche zu verlieren.

"Es ist gut, wenn wir uns um Minderheiten kümmern. Aber es ist sicher falsch, die wesentlichen Fragen unseres Landes außer Acht zu lassen", sagte er in Dresden. "Ich finde, die Diskussion wird in einer Intensität geführt, die in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Relevanz dieser Frage steht."

Die Haltung der sächsischen Union sei in dieser Frage ganz klar. "In den vergangenen Jahren haben wir in Deutschland die falsche Diskriminierung abgeschafft. "Weiteren Änderungsbedarf sehe ich nicht", sagte Kretschmer, der auch stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist. Für gleichgeschlechtliche Paare gebe es die Institution der eingetragenen Lebenspartnerschaft, für Mann und Frau die Ehe. "Rechte und Pflichten sind weitestgehend gleich." Beim Adoptionsrecht ist für Kretschmer eine Grenze erreicht.

Beim kleineren Koalitionspartner SPD sieht man dies anders. "In den Positionen zu den Bürgerrechten für gleichgeschlechtliche Paare liegen zwischen CDU und SPD Sachsen Welten", konstatierte erst kürzlich die designierte Generalsekretärin der sächsischen SPD, Daniela Kolbe. Die Haltung zur Ehe sei auch eine Frage des Menschenbildes und der politischen Kultur.

Die Thüringer CDU will ihre Mitglieder vorerst nicht über die Homo-Ehe abstimmen lassen. Dafür gebe es aktuell keine Veranlassung, sagte Landesgeschäftsführerin Evelin Groß. "Wir trauen den Bundestagsabgeordneten zu, mit diesen Entscheidungen verantwortungsvoll umzugehen."

Die Berliner CDU will als erster Landesverband die Basis bis Juli dazu befragen. Nach Auffassung von Groß ist die Homo-Ehe für alle "kein beherrschendes Thema" in den Thüringer Ortsverbänden. "Einen Bedarf, darüber hinaus auch im Landesverband eine Grundsatzdebatte zu führen, haben unsere Mitglieder nicht signalisiert", ergänzte sie.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.06.2015

Martin Fischer

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