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Hoher Krankenstand bei der sächsischen Polizei

900 Polizisten täglich arbeitsunfähig Hoher Krankenstand bei der sächsischen Polizei

Der Krankenstand bei der sächsischen Polizei ist fast doppelt so hoch wie beim Durchschnitt der Arbeitnehmer im Freistaat. 2015 betrug er 8,4 Prozent, wie aus einer Antwort von Innenminister Markus Ulbig (CDU) auf eine Kleine Anfrage des Linke-Landtagsabgeordneten Enrico Stange hervorgeht.

Quelle: sl

Dresden. Der Krankenstand bei der sächsischen Polizei ist fast doppelt so hoch wie beim Durchschnitt der Arbeitnehmer im Freistaat. 2015 betrug er 8,4 Prozent, wie aus einer Antwort von Innenminister Markus Ulbig (CDU) auf eine Kleine Anfrage des Linke-Landtagsabgeordneten Enrico Stange hervorgeht. Laut DAK-Gesundheit lag der Krankenstand der bei ihr versicherten Arbeitnehmer im vergangenen Jahr dagegen bei nur 4,6 Prozent. Stange machte die Überlastung der sächsischen Polizei „wegen des jahrelangen Personalabbaus“ für die vielen Krankheitsfälle verantwortlich. 2010 habe der Krankenstand noch bei 7,7 Prozent gelegen.

Von rund 10.800 sächsischen Polizisten erschienen im vergangenen Jahr täglich etwa 900 aufgrund von Krankheit nicht zum Dienst. Der Krankenstand der Dresdner Polizei liegt bei 8,7 Prozent – also etwas über dem sachsenweiten Durchschnitt. Besonders häufig sind Polizisten der Direktionen Leipzig und Görlitz krank. Hier liegt der Krankenstand bei 10,5 beziehungsweise 10,3 Prozent. Im Durchschnitt haben die Polizisten der Polizeidirektion Leipzig mit 38,3 Tagen auch die meisten Krankentage, gefolgt von den Kollegen in den Direktionen Görlitz (37,6), Dresden (31,6) und Chemnitz (30,2).

Im Hinblick auf die Zunahme der krankheitsbedingten Langzeitausfälle um 1,25 Prozent innerhalb des letzten Jahres konstatiert Stange: „Burnout ist bei der Polizei keine Seltenheit mehr.“ Er forderte ein besseres Gesundheitsmanagement für die Beamten sowie deutlich mehr junge Polizeianwärter einzustellen als bisher geplant.

dpa/am

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