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Hitze verschärft Sachsens Trockenheits-Problem weiter

Hitze verschärft Sachsens Trockenheits-Problem weiter

Der Frühsommer hat sich am Samstag in Sachsen von seiner hitzigen Seite gezeigt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete den bislang wärmsten Tag des Jahres, stellenweise mit Höchstwerten über 30 Grad.

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Ein großer Teil vom Flußbett der Elbe unter der Augustusbrücke in Dresden ausgetrocknet. Der Pegelstand der Elbe liegt unter einem Meter.

Quelle: Arno Burgi dpalsn

Zwar sagte der DWD auch Gewitter voraus - die jedoch am seit Wochen anhaltenden Problem der Trockenheit nichts ändern sollten. Was Badegäste und Ausflügler freut, macht Bauern und Brandschützern in Sachsen Sorgen. 

Großer Andrang herrschte am Samstag an den Badegewässern und in den Freibädern. „Es ist rundum sehr voll. Der See ist gut belebt“, sagte eine Mitarbeiterin der Pier 1 GmbH am Cospudener See bei Leipzig. Auch eine „kleine Husche“ - ein kurzer Regenguss - am Vormittag habe die Badegäste nicht vertrieben. Andrang habe es besonders vormittags auch auf Paddelboote und Kanus gegeben, hieß es vom Bootsverleih Herold in Leipzig. Allerdings sei es im Tagesverlauf dann doch zu warm geworden. „23, 24 Grad und ein bisschen Sonne sind für uns optimal. Wenn es zu warm wird, gehen die Leute lieber baden.“

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Seltener Anblick in diesem Frühjahr: In München steht ein Biergarten unter Wasser. Foto: Sven Hoppe/Archiv

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Heftiges Kopfzerbrechen bereitet das Wetter den Bauern. Die Böden sind viel zu trocken, Ernteeinbußen sind jetzt schon absehbar. „Wir haben ein Niederschlagsdefizit von 50 bis 60 Prozent“, sagte Andreas Jahnel vom Landesbauernverband. In Nordsachsen zeichne sich sogar eine Notreife des Getreides ab - es müsse bald geerntet werden, obwohl den Körnern Volumen fehle, weil es schon auszufallen drohe. „Wir brauchen Regen“, sagte Jahnel. Sonst werde auch bei Mais und Kartoffeln weniger zu ernten sein. „Das ist schon eine außergewöhnliche Situation in diesem Jahr.“

In Sachsens Wäldern herrscht weiter extreme Waldbrandgefahr. Am Samstag galt für die nördlichen Teile der Landkreise Görlitz, Bautzen, Meißen sowie Nordsachsen die höchste, violette Gefahrenstufe. Andernorts wurde nach Angaben des Staatsbetriebes Sachsenforst vielfach die vierthöchste, rote Stufe ausgerufen. Auch die Pflanzen im Wald leiden schon unter „Trockenstress“.

Pilzsammler brauchen derzeit in Sachsen eigentlich gar nicht losziehen. Eigentlich müsste es schon Champignons und Hexen-Röhrlinge geben, aber es fehle einfach die für das Wachstum erforderliche Nässe, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Pilzberatung Sachsen, Olaf Gebert, in Lugau (Erzgebirgskreis). Ob es noch ein so gutes Pilzjahr wie 2014 werden kann, bleibe abzuwarten. Es sei noch alles drin, sagte Pilzberater Gerhard Schmidt in Zwickau. Das Frühjahr 2014 sei auch trocken gewesen, dann hätten sich Sonne und Regen abgewechselt und den Pilzen ideale Wachstumsbedingungen beschert. Die Hochsaison beginne erst noch.

Mit der ganz großen Hitze und Temperaturen über 30 Grad sollte es in Sachsen aber schnell wieder vorbei sein. Gewitter sollten schon am Wochenende Abkühlung bringen, teilte der Deutsche Wetterdienst in Leipzig mit. Zum Wochenbeginn werde es nicht wärmer als 25 Grad. Die möglichen Unwetter lösten aber das Trockenheitsproblem nicht, sagte Meteorologe Jörg Oehmichen. Starkregen fließe schnell wieder ab und dringe gar nicht richtig in den Boden ein. Ein Landregen, wie ihn sich Bauern & Co wünschen, sei nicht in Sicht.

dpa

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