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Hintergrund: „Volksverräter“ - politischer Kampfbegriff aus der NS-Zeit

Hintergrund: „Volksverräter“ - politischer Kampfbegriff aus der NS-Zeit

Beim Besuch von Angela Merkel im sächsischen Heidenau skandierten Demonstranten „Volksverräter“. Auch auf Kundgebungen des Anti-Islam-Bündnisses Pegida und weiteren Veranstaltungen verwendeten Teilnehmer diese Parole gegen Politiker.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Der Begriff ist abgeleitet vom Volksverrat, der sich Experten der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zufolge erstmals im Nationalsozialismus als Straftatbestand findet. Mit der sogenannten „Verratsnovelle“ von 1935 wurde dafür zwingend die Todesstrafe eingeführt. Heute werten Rechtswissenschaftler den damaligen Eingriff ins Strafrecht als typisch nationalsozialistisch und rechtsstaatswidrig.

Vor der NS-Zeit gab es lediglich den Straftatbestand des Hoch- und Landesverrats. Diese Bezeichnungen nehmen nicht auf eine völkische oder ethnische Zugehörigkeit Bezug. Das war erst mit dem Wort Volksverrat der Fall. Nach NS-Verständnis schlossen sich Verräter durch ihren Treuebruch aus der rassisch begründeten Volksgemeinschaft aus.

dpa

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