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Hintergrund: Dresdens Investitionen in Kitas und Schulen

Hintergrund: Dresdens Investitionen in Kitas und Schulen

Dresden ist seit zwei Jahren Deutschlands Geburtenhauptstadt, die Einwohnerzahl steigt, es gibt mehr Zu- als Wegzüge. Doch was die einen freut, wird für die anderen zum Problem: Kita-Plätze sind Mangelware, und auch Dresdens Schulen platzen aus allen Nähten.

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Dresden muss rund 500 Millionen zusätzlich in seine Schulen investieren.

Quelle: dpa

Das dringlichste Problem sind momentan die Kita-Plätze. Bis zum ersten Halbjahr 2013 will die Stadt 1800 zusätzliche Betreuungsplätze einrichten, bis 2016 sollen es 4000 neue sein. Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) geht davon aus, dass auch das nicht reicht und kalkuliert mit einem Bedarf von noch einmal 2000 Plätzen mehr.

Das Problem dabei ist, dass Eltern ab August 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz haben. Als das Gesetz beschlossen wurde, ging die Bundesregierung von einer 35-Prozent-Quote aus, in Dresden werden aber 60 Prozent erwartet.

Die Kinder, die aus der Kita heraus sind, müssen in die Schule. Da die Kinderzahlen zuletzt aber im Keller waren, wurden in Dresden zahlreiche Schulen geschlossen, die jetzt fehlen. Der im Juli beschlossene Schulnetzplan sieht den Bau von 15 neuen Schulen vor. Andere werden aufgestockt. Die Stadt erwartet hier Mehrkosten in Höhe von 500 Millionen Euro, von denen nur ein relativ kleiner Teil vom Freistaat finanziell übernommen wird.

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Die vielen Zuzüge und Kinder sind also Freud und Leid zugleich - zumindest für den Finanzbürgermeister.

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Hinzu kommt: Die Stadt muss auch die laufenden Kosten der Gebäude tragen. Betriebskosten, Miete und ähnliches belasten die Stadtkasse dauerhaft, genauso wie das Gehalt der Kita-Erzieher. Lediglich für die Kosten der Lehrergehälter kommt der Freistaat auf.

Mehrere Stadtratsfraktionen kritisieren, dass die Stadt sehenden Auges in die Krise gelaufen sei. Bürgermeister Vorjohann rechnet allerdings vor, dass die Stadt bei der Geburtenprognose 2011 eine „Punktlandung“ hingelegt habe. Das Problem sei, dass der Zuzug nach Dresden sehr viel größer sei als damals angenommen.

sl

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