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Hintergrund: Der Trauerbrief der Wohngemeinschaft von Khaled I.

Hintergrund: Der Trauerbrief der Wohngemeinschaft von Khaled I.

wir sind hierher gekommen um unser Leben zu retten und in Freiheit zu leben. In Eritrea herrscht eine grausame Militärdiktatur, die uns jegliche Menschenrechte nimmt.

Hallo Dresden,

Es gibt keine Presse- und Meinungsfreiheit – keine Möglichkeit zur individuellen Entfaltung. Vor diesen Zuständen sind wir monatelang geflohen. Wir haben Wüsten und Meere durchquert und sahen auf der Flucht viele Menschen sterben. Wir haben unser Leben auf's Spiel gesetzt, um hier in Frieden zu leben. Aber viele Leute hier in Dresden mögen uns nicht. Täglich haben wir mit Anfeindungen, Aggressionen und tätlichen Angriffen aufgrund unserer Hautfarbe zu tun.

Aus diesem Grund/Gründen wurde auch Khaled getötet. Er war ein 20-jähriger junger Mann mit der Hoffnung auf eine friedliche Zukunft. Jetzt ist er tot und hat auf dieser Erde keine Zukunft. Wir leben hier unter schlechten Bedingungen. Die Menschen in Leubnitz-Neuostra wollen uns hier nicht.

Deswegen brauchen wir schnelle Hilfe. Doch wir wollen nicht einfach den Stadtteil wechseln. Wir können nicht vergessen, was passiert ist.

Deswegen fordern wir die Politik, Polizei und Stadtverwaltung auf:1) herauszufinden wer der Mörder von Khaled ist.

2) uns in eine andere Stadt zu bringen. Es wird sich für uns nichts ändern, wenn wir nach Gorbitz, Prohlis oder Leuben gebracht werden. Überall gibt es die gleichen Rassisten wie hier. Das wissen wir von unseren Brüdern und Schwestern aus den anderen Stadtteilen.

3) Das Sozialamt soll Geflüchtete als Menschen mit Hoffnungen, Wünschen und Bedürfnissen sehen, nicht als Verwaltungsobjekte. Sie müssen gewährleisten, dass Geflüchtete im Austausch mit Dresdnern, Jugendzentren und Initiativen kommen und die Möglichkeit haben, Sprache und Kultur kennenzulernen. Weil wir das wollen und brauchen! Das können wir aber nicht, solange wir in einer rassistischen und von Angst geprägten Atmosphäre leben, in einer Umgebung, in der niemand mit uns sprechen will.

4) dass die Stadt Dresden, Politiker und Zivilbevölkerung sich klar gegen rassistische Bewegungen in Dresden, Deutschland und Europa stellt und sich mit den Opfern rassistischer Gewalt solidarisiert.

WIR SIND FREUNDLICH, FRIEDLICH UND OFFENHERZIG – WÜRDET IHR KONTAKT ZU UNS SUCHEN, WÜRDET IHR DAS MERKEN. ABER IHR GEBT EUCH KEINE MÜHE.

WIR WOLLEN NICHT MEHR WIE TIERE BEHANDELT WERDEN – WIR BRAUCHEN FRIEDEN.HASSEN – HBDELWAHAB – TESFALEM – GOITOM – SALIA – WEGAHITA – HABENFRIENDS AND ROOMMATES OF KAHLEDR.I.P Khaled

DNN

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