Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+
Haben Sächsische Polizisten Kontaktezu Neonazis - OAZ ermittelt

Haben Sächsische Polizisten Kontaktezu Neonazis - OAZ ermittelt

Das Operative Abwehrzentrum Sachsen (OAZ) prüft mögliche Verbindungen von sächsischen Polizeibeamten in die rechtsextreme Szene in Leipzig. Entsprechende Veröffentlichungen auf dem linken Internetportal "Indymedia" würden "seitens der Polizei sehr ernst genommen", teilte das OAZ gestern mit.

Eine Entscheidung zur Einleitung von etwaigen Straf- oder Disziplinarverfahren gegen die Beamten werde nach "Analyse der vorliegenden Erkenntnisse" getroffen.

Nach der Veröffentlichung von privaten Handydaten, die angeblich von einem führenden Rechtsextremen der Messestadt stammen, ist nun auch dessen mutmaßliche Vernetzung mit einem Leipziger Polizeibeamten publik gemacht worden. Zudem wurden im Internet Bilder und Namen von zwei weiteren Einsatzkräften veröffentlicht, die angeblich ebenfalls rechtes Gedankengut hegen sollen. Wie ein Sprecher der Behörde gestern erklärte, wurden interne Untersuchungen eingeleitet.

Seit Sonntagabend sind auf dem Internetportal "Indymedia" mehrere Screenshots zu sehen, die WhatsApp-Dialoge zeigen. Laut der anonymen Verfasser gehören diese zum früheren NPD-Stadtratskandidaten Alexander Kurth und einem Beamten der Leipziger Bereitschaftspolizei. In freundschaftlichem Ton tauschen sich beide Gesprächspartner über rechtsradikale Szenegrößen in Leipzig und Umgebung aus, reflektieren die fremden- und islamfeindlichen Legida-Aufmärsche in der Messestadt und teilen Verschwörungstheorien.

Im selben Artikel werden auch zwei weitere Beamte aufgeführt, die angeblich rechtes Gedankengut hegen sollen - darunter der Vater eines Neonazis, der an der Ermordung des Irakers Kamal K. in Leipzig beteiligt war.

Laut Polizeisprecher Andreas Loepki ermittelt seit gestern das auf politische Straftaten spezialisierte Operative Abwehrzentrum. "Das OAZ wurde beauftragt, den Sachverhalt aufzuklären. Die Maßnahmen sind allerdings nicht mit disziplinären oder strafrechtlichen Schritten gleichzusetzen", so Loepki.

Grüne und Linke im sächsischen Landtag forderten gestern eine lückenlose Aufklärung der Vorwürfe. Der Grünen-Abgeordnete Valentin Lippmann stellte eine entsprechende parlamenta- rische Anfrage und sprach sich zudem dafür aus, das Thema am Donnerstag im Innenausschuss des Landtages zu behandeln.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.05.2015

Matthias Puppe, Martin Fischer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "DNN Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können -... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr