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Grüne kritisieren Gedenkkultur

Grüne kritisieren Gedenkkultur

Im Nachhall der Ausschreitungen rund um das Gedenken für die Opfer der Luftangriffe des 13. Februar 1945 haben die Stadt-Grünen heftige Kritik am institutionalisierten Gedenkprozedere geübt.

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Quelle: dpa

Insbesondere die bauliche Gestaltung des zentralen Ehrenmals auf dem Heidefriedhof böte einen Anknüpfungspunkt zur Vereinnahmung durch Neonazis. Das Rondell, bestehend aus 14 Säulen mit den Namen von Orten des Todes zu Zeiten des Nationalsozialismus, stelle Dresden in eine Reihe mit Auschwitz, Lidice und Buchenwald. Die Verbrechen und der Völkermord der Nationalsozialisten würden dadurch relativiert. Des Weiteren sehen die Grünen im proklamierten "stillen Gedenken" durch die Stadt notwendigen lautstarken Protest gegen Neonazis diffamiert. Man vermisse ein klares Bekenntnis gegen die Nazis. Die Versuche insbesondere konservativer Kreise, die Menschenkette von einem Zeichen gegen Rechts zu einer reinen Gedenkveranstaltung umzudeuten, hätten die Gefahr einer Unterwanderung durch Neonazis erhöht.

Im Stadtrat wollen die Grünen daher zeitnah einen entsprechenden Antrag einbringen, der die Änderung der momentanen baulichen Gestaltung des Ehrenmals auf dem Heidefriedhof fordert. Des Weiteren werden eine Reformierung des protokollarischen Gedenkens in der Stadt insgesamt sowie eine Auseinandersetzung mit dem "Mythos Dresden" angeregt. Die traditionelle lokale Gedenkkultur sei geprägt vom Mythos der "unschuldigen Kulturstadt". Dresden brauche dringend eine Debatte über lokale Gedenk- und Erinnerungskultur.

Jane Jannke

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