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Grüne: Thema Prostitution und Menschenhandel in Sachsen ernster nehmen

Grüne: Thema Prostitution und Menschenhandel in Sachsen ernster nehmen

Aus Sicht der Grünen nimmt Sachsens Regierung das Thema Prostitution und Menschenhandel nicht ernst genug. „Wer Menschenhandel bekämpfen will, braucht umfassende Faktenkenntnis“, erklärte die gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Eva Jähnigen, am Mittwoch.

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Aus Sicht der Grünen nimmt Sachsens Regierung das Thema Prostitution und Menschenhandel nicht ernst genug.

Quelle: Patrick Pleul/Symbol

Die ermittelten Fälle von Menschenhandel seien in Sachsen im Gegensatz zu vergleichbaren Ländern aber auffallend niedrig. Zwischen 2006 bis 2014 seien 141 Tatverdächtige wegen Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung ermittelt worden. Im gleichen Zeitraum gab es 136 Fälle von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung - 12 davon im vergangenen Jahr. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor.

Die geografische Lage Sachsens an der Grenze zu Polen und Tschechien lasse vermuten, dass die Dunkelziffer weitaus höher sei, so Jähnigen. Die Grünen kritisierten, es gebe zu wenig Hilfsangebote und Kontrollen. „Menschenhandel ist ein Kontrolldelikt. Wer nichts tut, wird keinen Menschenhandel feststellen können.“ Wie aus der Antwort des Innenministeriums hervorgeht, werden Durchsuchungen in Bezug auf Menschenhandel nicht gesondert statistisch erfasst. Zahlen liegen daher nicht vor.

Das Ministerium verwies unter anderem darauf, dass Polizei und Mitarbeiter der Fachberatungsstelle für die Opfer von Menschenhandel „Kobranet“ gemeinsam im Rotlichtmilieu unterwegs seien, um „zu einer Aufhellung des Dunkelfeldes“ beizutragen. Nach Ansicht der Grünen sollte es in Sachsen - wie in anderen Ländern - ein spezifisches Beratungsstellen für legale Prostituierte geben. Im Freistaat würden sie jedoch von ohnehin überlasteten Gesundheitsämtern beraten. Insbesondere für Menschen, die einen Ausstieg und eine neue Lebensperspektive suchten, wäre jedoch ein spezielles Beratungsangebot wichtig, hieß es. Zur Verbesserung der Situation regten die Grünen einen Runden Tisch an. Laut Statistik waren 2014 in Sachsen 214 selbstständig tätige Prostituierte gemeldet.

dpa

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