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Großes Lohngefälle - Frauen weiter auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt

Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit? Großes Lohngefälle - Frauen weiter auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt

Am Internationalen Frauentag (8. März) erhalten Frauen vielerorts auf der Welt einen Dank für die von ihnen geleistete Arbeit. Dass sie meist weniger gut bezahlt wird, ist eine traurige Realität.

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Laut Arbeitsagentur waren 2015 in Sachsen knapp 754 000 Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt - so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Quelle: dpa

Dresden. Weniger Lohn, weniger Rente: Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt weiter benachteiligt. Nach aktuellen Zahlen verdienten sie 2014 bundesweit im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer, teilte die Zwickauer Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Linke) am Montag mit. Aktuellere Zahlen liegen nicht vor. Dabei gibt es ein Ost-West-Gefälle. Im Osten lag die Differenz bei nur neun Prozent. Die Kluft vergrößerte sich hier aber seit 2006 um drei Prozentpunkte. Für Betroffene hat der Unterschied große Folgen. Denn bei der Rente setzt sich die Ungleichheit fort. Frauen sind stärker von Altersarmut betroffen, erhalten wesentlich häufiger die Grundsicherung im Alter.

„Es darf nicht hingenommen werden, dass Frauen überproportional stark von prekärer Beschäftigung betroffen sind und in vielen Fällen auch nicht davon leben können“, sagte Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin ihrer Partei im Bundestag. Zudem seien Frauen besonders stark von Altersarmut betroffen - Tendenz steigend. „Wir brauchen Entgeltsysteme, die gleiches Geld für gleichwertige Arbeit garantieren. Hier muss die Bundesregierung verbindliche Regelungen schaffen. Insbesondere müssen aber auch Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung überführt werden.“

Zimmermann verwies darauf, dass der überwiegende Teil der Frauen die Existenz mit einer solchen Beschäftigung nicht sichern könne. Minijobs seien mangels Alternativen in vielen Fällen eine erzwungene Teilzeitarbeit. „Zudem sind bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten dringend nötig, insbesondere in den sogenannten Randzeiten. Grundsätzlich darf es bei der Gleichstellung von Frauen nicht bei Versprechungen der Bundesregierung bleiben. Lohngerechtigkeit muss auch in der Praxis umgesetzt werden“, forderte die Politikerin.

Laut Arbeitsagentur waren 2015 in Sachsen knapp 754 000 Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt - so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr. Im bundesweiten Vergleich nimmt der Freistaat damit weiter den Spitzenplatz ein. Allerdings betrug der Teilzeitanteil bei Frauen 45,51 Prozent, bei Männern hingegen nur 10,41 Prozent.

Auch in punkto Minijobs sind Frauen in Sachsen klar in der Mehrheit. 2015 hatten 127 059 Frauen eine solche Stelle. Bei den Männern gab es nur 93 619 Minijobber. Ende 2013 arbeiteten 44,8 Prozent der Frauen mit einem Vollzeitjob im Freistaat unterhalb der bundeseinheitlichen Niedriglohnschwelle von monatlich 1973 Euro brutto, bei den Männern waren es 39,9 Prozent.

dpa

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