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Gillo dringt auf mehr Offenheit bei Behörden - Sachsen soll für Sozialbetreuung von Flüchtlingen zahlen

Gillo dringt auf mehr Offenheit bei Behörden - Sachsen soll für Sozialbetreuung von Flüchtlingen zahlen

Der sächsische Ausländerbeauftragte Martin Gillo fordert zur Eingliederung fremder Fachkräfte mehr Offenheit. Gerade die Behörden im Freistaat müssten weiter an Integrationsfreundlichkeit zulegen, sagte der CDU-Politiker am Montag bei der Vorstellung seines Jahresberichtes 2012 in Dresden.

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Sachsens Ausländerbeauftragter Martin Gillo fordert mehr Engagement des Freistaats.

Quelle: dpa

So sollten alle Ämter in Sachsen auch Englisch zur Verständigung mit Zuwanderern nutzen. Ferner kritisierte Gillo mehrwöchige Wartezeiten für Termine bei der Ausländerbehörde. Dies verzögere den Arbeitsbeginn fremder Fachkräfte.

„Eine Gesellschaft und Behörden, die Offenheit leben, werden attraktiv für alle in Stadt und Land“, sagte Gillo. Kontraproduktiv sei deshalb beispielsweise eine komplizierte und unzureichende Abstimmung bei den Ämtern. „Die Führerscheinanerkennung verlangt doppelte Behördengänge“, bemängelte Gillo. Zunächst sei eine Bescheinigung vom Ausländeramt nötig, die danach bei der Führerscheinstelle eingereicht werden müsse.

Wie lange ausländische Fachkräfte in Sachsen blieben, entschieden letztlich die Familien, sagte Jens Drews, Sprecher des Dresdner Chipunternehmens Globalfoundries, dem 3.600 Mitarbeiter aus 52 Nationen angehören. „Irgendwann endet der Arbeitstag, dann kommt der eigentlich Lackmus-Test“, erklärte er. Ausschlaggebend für die Dauer des Aufenthalts seien meist tägliche Erfahrungen etwa in Behörden, der Schule, der Bahn und im Kaufhaus.

Ausländerbeauftragter will Kommunen helfen

Für Flüchtlinge forderte Ausländerbeauftragter Gillo eine Beteiligung des Freistaates an den Kosten der Sozialbetreuung. „Diese wird im Augenblick ausschließlich auf dem Rücken der Kommunen finanziert“, kritisierte er. Noch immer gebe es in Sachsen Heime, in denen Asylbewerber oft sich selbst überlassen blieben. Insgesamt habe sich die Situation in den Unterkünfte aber verbessert: „Im Jahr 2012 gab es keine ‚roten‘, also inakzeptablen Heime mehr im Freistaat“, sagte Gillo. Drei wurden vergangenes Jahr geschlossen, nachdem sie beim sogenannten „Heim-TÜV“ als unzumutbar eingestuft worden waren.

In den Jahresbericht 2012 des sächsischen Ausländerbeauftragten flossen unter anderem Erfahrungen und Empfehlungen ausländischer Fachkräfte. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lebten zum Jahreswechsel 2011/2012 im Freistaat 118.525 Ausländer. Dies entspreche 2,9 Prozent der 4,14 Millionen Einwohner in Sachsen.

Sandra Hottenrott, dapd

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