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Freistaat kassierte für Aktien des ZMDI in Dresden 25,1 Millionen Euro

Verkaufserlös Freistaat kassierte für Aktien des ZMDI in Dresden 25,1 Millionen Euro

Jahrelang hat sich der Freistaat mit dem ZMD in Dresden herumgeschlagen. Die Privatisierung sorgte sogar für erhebliche politische Turbulenzen. Ende 2015 hat das Land nun Kasse gemacht. Die staatliche Geschichte um den Halbleiterhersteller ist Geschichte.

ZMDI hat gegenwärtig rund 400 Mitarbeiter.

Quelle: Archiv/ZMDI

Dresden. Jahrelang hat sich der Freistaat mit dem Halbleiterhersteller Zentrum für Mikroelektronik Dresden (ZMD) herumgeschlagen. Rund um die Privatisierung Ende der 90er Jahre gab es erhebliche Turbulenzen. Trotzdem sicherte sich der Freistaat damals eine Minderheitsbeteiligung. Inzwischen konnte das Land Kasse machen. DNN liegen die exakten Zahlen vor.

ZMDI war 1961 als „Arbeitsstelle für Molekularelektronik“ in Dresden gegründet worden. Nach der Wende diente das Unternehmen als Kristallisationskern, um den herum sich eine beachtliche Mikroelektronikbranche in Dresden und der Region entwickelte. Ende der 1990er Jahre kam die Firma nach langer Durststrecke in ruhigeres Fahrwasser. Zuletzt konnten auch Gewinne ausgewiesen werden. ZMDI entwickelt unter anderem für die Autoindustrie Schaltkreise und lässt diese dann bei Chipherstellern produzieren. Dabei geht es unter anderem um Technik für Ölstandsmessungen, Regensensoren oder Batteriesteuerungen, die vor allem auf Energieeinsparung ausgerichtet sind. Für 2015 erwartet ZMDI einen Umsatz von 75 Millionen Euro und einen Gewinn von rund sieben Millionen Euro.

Im Oktober vergangenen Jahres verkündete das Unternehmen seinen vollständigen Verkauf an ein amerikanisches Unternehmen. Erwerber ist der Technologiekonzern Integrated Device Technology (IDT). Die Verkaufsvereinbarung sehe einen Kaufpreis von 310 Millionen US-Dollar (281 Millionen Euro) vor, hieß es seinerzeit.

Wie Finanzminister Georg Unland jetzt in einem Schreiben an den Landtag mitteilte, wurden die Verkaufsverträge am 23. Oktober 2015 unterzeichnet und am 7. Dezember vollzogen. „Dem Freistaat ist für den Verkauf seiner Minderheitsbeteiligung von 1,667128 Aktien ein Kaufpreis von rund 25,188 Millionen Euro zugeflossen“, erklärte Unland. Die entspreche einem Preis von rund 15,11 Euro pro Aktie. Unland fügte hinzu: „Der Erwerber plant nach eigenen Angaben den weiteren Ausbau des Kerngeschäfts von ZMDI unter Fokussierung auf den Standort Dresden. Arbeitsplatzgarantien seien jedoch in der Regel sehr schwer durchsetzbar, „vorliegend schon aufgrund der geringen Einflussmöglichkeit begründet durch die Minderheitsbeteiligung“.

Unternehmen, so Unland in dem Schreiben, „die einen Wachstumskurs aufnehmen, bedürften eines geeigneten Gesellschafterkreises bzw, eines finanzkräftigen Investors“. Dies sei nicht Aufgabe der öffentlichen Hand.

Von Ingolf Pleil

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