Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Frage an die Kandidaten: Welche Antwort haben Sie auf „Pegida“?

Frage an die Kandidaten: Welche Antwort haben Sie auf „Pegida“?

Eva-Maria Stange: Ich habe nicht die eine Antwort auf „Pegida“. „Pegida“ ist zu einem vielschichtigen Synonym für gesellschaftliche Probleme geworden, aber Demonstrationen sind per se keine Orte des Dialogs, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus keine Gesprächsgrundlage.

Eva-Maria Stange: Ich habe nicht die eine Antwort auf „Pegida“. „Pegida“ ist zu einem vielschichtigen Synonym für gesellschaftliche Probleme geworden, aber Demonstrationen sind per se keine Orte des Dialogs, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus keine Gesprächsgrundlage. Der öffentliche Dialog über grundsätzliche Fragen zu Asyl und Einwanderung muss geführt werden. Frühzeitige Information und Beteiligung der BürgerInnen hilft Konflikte zu vermeiden. Zahlreiche Initiativen haben sich in den letzten Monaten gegründet. Die gilt es zu stärken. „Pegida“ hat vor allem auch sichtbar gemacht, dass es offenbar Probleme mit dem Verständnis von Demokratie gibt. Hier braucht es mehr Gesprächsangebote.

Stefan Vogel: Die 10 Dresdner Thesen der Bürgerbewegung PEGIDA sind – und das bereits vor dem Entstehen von PEGIDA – fast übereinstimmend Ziele der AfD, wie sie in deren Programmen zu finden sind. Die AfD kann und wird als Partei die Möglichkeit konsequent nutzen, diese Themen von den Kommunen aus über die Landtage bis in den Bundestag zu bringen und einer erfolgreichen Lösung herbeizuführen. Mit einer fünfköpfigen Fraktion im Dresdner Stadtrat und 14 Abgeordneten im sächsischen Landtag hat die AfD Möglichkeiten zur politischen Einflussnahme, im Gegensatz zu einer politischen Bewegung. Ich habe seit Monaten Kontakt mit Anhängern von PEGIDA und lade alle Dresdner herzlich ein, ihre konkreten Erwartungen und Forderungen mir mitzuteilen, damit wir diese einer echten, weil ehrlichen Lösung herbeiführen können und werden.

Markus Ulbig: Auf Pegida gibt es aus meiner Sicht nur eine Antwort: Zuhören und miteinander statt übereinander reden! Die vergangenen Wochen auf meiner Dialogtour haben gezeigt: Die Dresdnerinnen und Dresdner wollen den Dialog, sie wollen mit Verantwortlichen aus der Politik sprechen und diskutieren und sie wollen sich aktiv in die Gestaltung ihrer Heimatstadt einbringen. Ich werde ein Oberbürgermeister aller Dresdnerinnen und Dresdner sein und setze weiter auf Dialog. Sorgen und Ängste nehme ich ernst. Aber ich sage auch ganz klar: Ich werden auch weiterhin jeder Form von Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit im Alltag entschieden entgegentreten. Dafür gibt es in Dresden keinen Platz!

Dirk Hilbert: Die Politik in Stadt und Land muss neue Wege finden, Themen und Fragen der Bürger aufzunehmen und diese ganz konkret zu lösen. Mehr Bürgerbeteiligung ist ein Weg, aber auch neue Dialogformen vor Ort oder im Internet. Wenn mehr Bürger Politik und Verwaltung wieder als hilfreiche Partner sehen, ist Pegida viel an Nährboden entzogen. Beim Thema Asyl ist für mich ganz klar: Flüchtlinge sind in Dresden willkommen. Ebenso wie Zuwanderer. Die Alltagsprobleme der neuen, aber auch der alten Dresdner müssen wir dabei ganz konkret vor Ort anpacken und vor allem ein aktives Miteinander organisieren – mit Vereinen, Unternehmen, Nachbarn.

Die Kandidatin Tatjana Festerling war ebenfalls angefragt. Leider war Frau Festerling im Gegensatz zu allen anderen Kandidaten nicht bereit, ihre Antworten selbst auf das vorgegebene Maß zu kürzen oder von der Redaktion zu kürzen zu lassen.

DNN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

Gewinnspiele
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr