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Fast 2 Millionen Euro Fahrtkosten für Asylbewerber – Land will Kosten senken

Taxis für 1,4 Millionen Euro Fast 2 Millionen Euro Fahrtkosten für Asylbewerber – Land will Kosten senken

Nach fast zwei Millionen Euro Fahrtkosten für Asylbewerber im Vorjahr will der Freistaat Sachsen nun auf die Kostenbremse treten. 2015 gab Sachsen allein für Taxifahrten 1,4 Millionen Euro aus, sagte Walter Bürkel, Vizepräsident der Landesdirektion Sachsen, am Freitag.

Quelle: dpa

Dresden. Nach fast zwei Millionen Euro Fahrtkosten für Asylbewerber im Vorjahr will der Freistaat Sachsen nun auf die Kostenbremse treten. 2015 gab Sachsen allein für Taxifahrten 1,4 Millionen Euro aus, sagte Walter Bürkel, Vizepräsident der Landesdirektion Sachsen, am Freitag.

Die Kosten seien entstanden, wenn Asylsuchende für Termine in eine Außenstelle des Bundesamtes für Asyl, Migration, Flucht (BAMF) oder zu einer ärztlichen Untersuchung gebracht werden mussten. Im Laufe der Monate stiegen die Kosten immer weiter an. Waren es im Januar noch 75.000 Euro, kamen im Dezember stolze 460.000 Euro zusammen.

Grund dafür, so Bürkel, ist, dass es zum einen immer mehr Asylsuchende in Sachsen gab. Zum anderen wurden diese in immer mehr Einrichtungen verteilt. Die Fahrten wurden damit mehr, und sie wurden länger.

Nun sollen die Kosten begrenzt werden. Dabei hofft der Freistaat vor allem auf das BAMF. Bisher bestellte das die Geflüchteten direkt zu Terminen ein. Inzwischen gibt das Bundesamt nur noch Kontingente vor, die die Kommunen und die Landesdirektion beschicken können. Fuhren früher also immer wieder einzelnen Menschen zum Amt, kann dies künftig in einem günstigeren Bus gebündelt werden. Auch die Einrichtung der neuen Registrierungszentren in Dresden und Leipzig soll für kürzere Wege sorgen. Weiterhin seien alle Kommunen angewiesen worden, Flüchtlinge wenn möglich per Bus und Bahn fahren zu lassen.

Hinweis: In einer früheren Pressekonferenz nannte die Landesdirektion Sachsen für November und Dezember Fahrtkosten von rund 50.000 Euro. Dabei habe sich aber ein Fehler eingeschlichen. Die Kosten wurden jetzt deutlich nach oben korrigiert.

Von S. Lohse

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