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Fahrradclub fordert mehr Rad-Spezialisten in Behörden

ADFC Fahrradclub fordert mehr Rad-Spezialisten in Behörden

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) in Sachsen verlangt mehr Tempo beim Ausbau des sächsischen Radwegenetzes. Der Freistaat hinke bundesweit hinterher. Nur 27 Prozent der Bundes- und 11 Prozent der Staatsstraßen seien mit einem Radweg ausgestattet. Dass es nicht voran gehe, liege auch am fehlenden Personal in den Behörden.

 

 
 

Quelle: Kempner

Dresden.  Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) in Sachsen verlangt mehr Tempo beim Ausbau des sächsischen Radwegenetzes. Der Freistaat hinke bundesweit hinterher. Nur 27 Prozent der Bundes- und 11 Prozent der Staatsstraßen seien mit einem Radweg ausgestattet. Bundesweit sind es 40, beziehungsweise 25 Prozent. Dass es nicht voran gehe, liege auch am fehlenden Personal in den Behörden.

Denn die Bundesregierung liefere für den Radwegebau an Bundesstraßen mehr Geld als Sachsen verbaut. Daher müsse der Freistaat immer wieder Millionenbeiträge zurück nach Berlin überweisen. Grund dafür sei fehlendes Personal bei der Planung von Rad-Trassen. Auch im zuständigen Wirtschaftsministerium gebe es keinen Radverkehrsverantwortlichen mehr, die Stelle sei seit Jahresbeginn unbesetzt, so ADFC-Geschäftsführer Konrad Krause. Nun liege die Zuständigkeit beim Referatsleiter, der aber gar keine Kapazitäten hätte, sich um Radwege zu kümmern.

Der ADFC fordert stattdessen ein eigenes Referat mit mindestens vier Mitarbeitern. Dieses soll dazu beitragen, dass binnen zehn Jahren 40 Prozent der Bundesstraßen und 25 Prozent der Staatsstraßen mit Radwegen ausgestattet werden. Dann hätte Sachsen zumindest den Bundesschnitt erreicht, erklärte Landeschef Olaf Matthies am Donnerstag in Dresden. Denn die schwarz-rote Landesregierung habe die Mittel für den Radverkehr eigentlich deutlich erhöht, nun gelte es, diese auch zu nutzen.

Laut dem Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) verfügt Sachsen außerorts aktuell über 1.406 Kilometer Radwege. Bis 2025 sollen 538 Kilometer neu hinzu kommen, so Verkehrsstaatssekretär Hartmut Mangold. Dem ADFC reicht das nicht, er fordert pro Jahr 100 Kilometer neue Radwege, also fast das Doppelte der Ministeriums-Ziele.

Die Fahrrad-Lobbyisten argumentieren unter anderem damit, dass eine gut ausgebaute Fahrrad-Infrastruktur auch die Zahl der Unfälle senken würde. Fast 4000 Unfälle mit Fahrrad-Beteiligung gab es 2015. Wenn Auto und Radfahrer zusammenstoßen, sei in 70 Prozent aller Fälle der Autofahrer der Unfallverursacher. Neben zu hohem Tempo seien meist Fehler beim Abbiegen, Missachten der Vorfahrt oder, bei Fahrradfahrern, das Benutzen des Radwegs in der falschen Richtung Grund für den Zusammenprall. Vieles davon könnte durch bessere Radwege entschärft werden.

Von S. Lohse

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