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Expertenkommission soll sich Lehrer-Problem in Sachsen stellen

Expertenkommission soll sich Lehrer-Problem in Sachsen stellen

Eine Expertenkommission soll Regierung und Gewerkschaften bis Anfang Juni Lösungen für den Generationswechsel bei den Lehrern unterbreiten. Darauf verständigten sich am Montag beide Seiten bei einem Spitzengespräch in Dresden.

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Tausende Lehrer aus ganz Sachsen hatten anfang März ihre Arbeit niedergelegt.

Quelle: Julia Vollmer

Bei der Sondierung habe man sich auf drei Gebiete geeinigt: die Nachwuchsgewinnung, die Gestaltung der Übergänge in der Ausbildung und beim Berufseinstieg und die Attraktivität des Lehrerberufs.

Nachwuchsgewinnung und -sicherung müssten dringend auf die künftigen Bedarfe zugeschnitten werden, forderte Jens Weichelt, der Vorsitzende des Sächsischen Lehrerverbandes. Zu viele Lehrer würden abwandern. „Gründe dafür sind vor allem die schlechte Bezahlung während des Vorbereitungsdienstes und die Nichtanerkennung des einjährigen Referendariats für eine Beamtenlaufbahn in Bayern. Nach dem Vorbereitungsdienst fehlt es den jungen, gut ausgebildeten Lehrkräften zudem an einer eindeutigen beruflichen Perspektive“, so Weichelt.

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6000 Lehrer und andere Angestellte des öffentlichen Dienstes demonstrierten am Königsufer

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Zudem gebe es zwar inzwischen mehr Referendare, die dürften aber längst nicht alle bleiben. „400 angehenden Gymnasiallehrern keine berufliche Perspektive an einem sächsischen Gymnasium zu geben, ist im Blick auf die enormen Bedarfe der Folgejahre verantwortungslos. Für die Gymnasiallehrer, die sie zwei Jahre lang mit viel Aufwand zu einem erfolgreichen Berufsabschluss geführt haben, ist das ein Schlag ins Gesicht“, sagte Weichelt.

Die Kommission soll direkt nach den Osterferien ihre Arbeit aufnehmen. Details wurden nicht genannt. Die Gesprächsrunden über den Generationswechsel bei Lehrern waren aus einer Forderung der Gewerkschaften entstanden, eine Altersteilzeit für Pädagogen zu ermöglichen.

„Die anstehenden Aufgaben im sächsischen Bildungssystem müssen gemeinsam gelöst werden, Konfrontation kann dort nicht zum Erfolg führen“, äußerte sich Annekathrin Giegengack, bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag. Die vereinbarten Schwerpunkte machten „Hoffnung, dass die Probleme nicht weiter ignoriert und weggeredet werden können."

dpa / sl

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