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Experte: Klimawandel ist längst in Sachsen angekommen

Wetterextreme Experte: Klimawandel ist längst in Sachsen angekommen

Das Frühjahr wird immer trockener, im Hochsommer gibt es heute häufiger Starkregen als noch vor 30 Jahren. Die Auswirkungen des Klimawandels für Sachsen kann Werner Sommer, Abteilungsleiter für Klimafragen beim Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) ganz genau beziffern.

Quelle: dpa

Dresden. Das Frühjahr wird immer trockener, im Hochsommer gibt es heute häufiger Starkregen als noch vor 30 Jahren. Die Auswirkungen des Klimawandels für Sachsen kann Werner Sommer, Abteilungsleiter für Klimafragen beim Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) ganz genau beziffern. Im Durchschnitt zwölf Prozent weniger Niederschläge messen die Experten demnach mittlerweile zwischen April und Juni.

Wie man in Sachsen auf das sich verändernde Klima reagieren könnte, darüber diskutieren am Mittwoch und Donnerstag Klimawissenschaftler mit Vertretern von Kommunen, Behörden, Bildungseinrichtungen, Kammern und Unternehmen. Die „Annaberger Klimatage“ finden seit 2001 im Zweijahresrhythmus statt, in diesem Mai bereits zum zehnten Mal.

In den heißen Sommermonaten haben sich die Anzahl extrem starker Regenfälle laut Sommer um knapp ein Fünftel erhöht. Das Ergebnis: Unter anderem die Hochwasser von 2002 und 2013. Der globale Klimawandel sei längst im Freistaat angekommen. „Hier hat sich ganz deutlich etwas verschoben“, ist der Klimafachmann überzeugt.

Dies habe eine Auswertung von Wetterdaten seit 1961 ergeben, sagt Sommer. Verglichen werden demnach stets 30-jährige Referenzzeiträume, in diesem Fall 1961 bis 1990 mit der Zeit zwischen 1981 und 2010.

„Beim Thema Klimawandel steht häufig der globale Aspekt im Vordergrund - das können viele Menschen aber schlecht einordnen. Zudem ist es gefühlt weit weg“, sagt Sommer. Idee der Tagung sei es daher, Entscheidungsträgern deutlich zu machen, welche Auswirkungen vor Ort zu erwarten seien und wie man damit umgehen könne.

Gerade das Erzgebirge, wo die Konferenz auf Initiative des Landratsamtes stattfindet, treffe es durch Starkregen schlimmer als andere Regionen. Hier habe man in den vergangenen 15 Jahren viele Akteure beispielsweise bei der Planung neuer Straßen entsprechend sensibilieren können. „Aber wir brauchen uns nichts schön zu reden: Das Thema ist noch immer nicht sonderlich populär“, zieht Sommer Bilanz. Überzeugungsarbeit zu leisten sei ein langwieriger Prozess, der angesichts klammer Kassen nicht einfacher werde.

Erwartet werden bei den „Annaberger Klimatagen“ wie in den Vorjahren rund 120 Teilnehmer. Auf dem Tagungsprogramm stehen unter anderem Witterungsextreme, Hochwasserschutz oder Änderungen der Lufttemperatur im Riesengebirge. Zudem sollen die klimatischen Auswirkungen in Sachsen zukünftig eine größere Rolle im Schulunterricht spielen.

dpa

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