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Ex-SED-Funktionär Günter Schabowski beigesetzt

Mann der Geschichte Ex-SED-Funktionär Günter Schabowski beigesetzt

Knapp vier Wochen nach seinem Tod ist Günter Schabowski in Berlin beigesetzt worden. Der Ex-SED-Funktionär, der fast beiläufig die Öffnung der Mauer verkündet hatte, war am 1. November im Alter von 86 Jahren gestorben.

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Das ehemalige Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED und Chef der SED-Bezirksleitung Berlin, Günter Schabowski, aufgenommen am 25.10.2007 während eines Interviewtermins in Berlin.

Quelle: Soeren Stache/dpa

Berlin. Knapp vier Wochen nach seinem Tod ist Günter Schabowski in Berlin beigesetzt worden. Der Ex-SED-Funktionär, der fast beiläufig die Öffnung der Mauer verkündet hatte, war am 1. November im Alter von 86 Jahren gestorben. Schabowski sei bereits am Freitag auf dem Waldfriedhof Dahlem in kleinerem Kreis beerdigt worden, teilte Wolfgang von Stetten, Landeschef der Senioren-Union in Baden-Württemberg am Dienstag mit. „Schabowski war ein Mann der Geschichte“, sagte von Stetten, der nach eigenen Angaben die Trauerrede hielt. 

Am 9. November 1989 hatte Schabowski, der zuletzt schwer krank war und nicht mehr öffentlich auftrat, auf einer Pressekonferenz die Weltsensation verkündet. Als SED-Politbüro-Mitglied hatte er eine neue DDR-Reiseverordnung vorgestellt, nach der künftig Reisen in den Westen erlaubt werden sollten. Auf Nachfrage stammelte Schabowski vor laufenden Kameras: „Das tritt nach meiner Kenntnis... ist das sofort... unverzüglich“. Die Nachricht machte rasend schnell die Runde, noch in der Nacht fiel die Mauer.

Schabowski, 1990 aus der SED-Nachfolgepartei PDS ausgeschlossen, hatte sich im Gegensatz zu anderen DDR-Politgrößen zu Mitverantwortung und moralischer Schuld bekannt. Die DDR war nach seiner Ansicht ein untaugliches System. Wegen seiner Mitverantwortung für das menschenverachtende DDR-Grenzregime war er zu drei Jahren Haft verurteilt und später begnadigt worden.

dpa

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