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Erzgebirgische Schnitzertage mit berühmtem Canaletto-Blick

Volkskunst Erzgebirgische Schnitzertage mit berühmtem Canaletto-Blick

Den weltberühmten Canaletto-Blick gibt es nun auch in Holz: Und nicht nur in einem. 418 Holzarten aus aller Welt hat der Intarsienschneider Harry Müller aus dem erzgebirgischen Thum für die bekannte Dresdner Stadtansicht verwendet.

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Quelle: dpa

Annaberg-Buchholz. Den weltberühmten Canaletto-Blick gibt es nun auch in Holz: Und nicht nur in einem. 418 Holzarten aus aller Welt hat der Intarsienschneider Harry Müller aus dem erzgebirgischen Thum für die bekannte Dresdner Stadtansicht verwendet. „Ich mag das Gemälde einfach und die Frauenkirche gab es schon als Intarsienarbeit“, schildert der 68-Jährige. Anhand einer Postkarte, die er dafür vergrößerte, hat er ein Jahr lang daran gearbeitet und rund 4000 Einzelteile eingesetzt.

Die Arbeit von Harry Müller ist am Wochenende bei den Erzgebirgischen Schnitzertagen in Annaberg-Buchholz zu sehen. Mehr als 160 Vereinsmitglieder und Einzelschaffende aus ganz Sachsen werden im Kulturzentrum Erzhammer das breitgefächerte Spektrum kreativer Holzgestaltung zeigen. Die Palette reicht nach Auskunft der Stadt von Holzbildhauerei und Figurenschnitzen über Skulpturen und Reliefs bis hin zu seltenen Methoden der Holzbearbeitung.

So werde am Beispiel von teilweise meterhohen Spanbäumen die traditionelle Kunst des Holzstechens gezeigt. Im Kontrast dazu stehen filigrane Holzminiaturen, die den Schnitzer an die Grenzen des technisch Machbaren bringen. Neben dem ältesten Schnitzverein der Region, der 1879 in Lößnitz gegründet wurde, demonstrieren auch junge Nachwuchsschnitzer im Alter von nur sieben Jahren ihr Können.

Für Intarsienschneider Müller ist die Veranstaltung eine Gelegenheit, die Einzigartigkeit seines Canaletto-Blicks unter Beweis zu stellen. Er will mit den 418 verschiedenen Hölzern in einer Arbeit ins Guinness-Buch der Rekorde. Sein Antrag dafür werde derzeit noch geprüft, berichtete er.

Der Weltrekord wäre die Krönung eines Lebens im Zeichen der Intarsie: Zeit seines Lebens hatte Müller beruflich wie privat mit ihnen zu tun. Zu DDR-Zeiten erlernte er sogar als einer der letzten Jahrgänge den Beruf des Intarsienschneiders, bevor diese Ausbildung Mitte der 1960er Jahre abgeschafft wurde.

dpa

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