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Erste Warnstreiks in der Metallbranche in Sachsen

IG Metall Erste Warnstreiks in der Metallbranche in Sachsen

Der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie Sachsens spitzt sich zu. Nach Ende der Friedenspflicht um 24 Uhr ruft die IG Metall für diesen Freitag zu ersten Warnstreiks auf.

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Die IG Metall ruft für diesen Freitag zu ersten Warnstreiks auf.

Quelle: dpa

Leipzig. Der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie Sachsens spitzt sich zu. Nach Ende der Friedenspflicht um 24.00 Uhr ruft die IG Metall für diesen Freitag zu ersten Warnstreiks auf. Die Belegschaften in sieben Unternehmen seien aufgerufen, die Arbeit niederzulegen, teilte die IG Metall am Donnerstag in Berlin mit. Nach den provokanten Angeboten der Arbeitgeber in den bisherigen Tarifverhandlungen sehe sich die Gewerkschaft zu diesem Schritt gezwungen, hieß es.

„Wir sind steigerungsfähig und werden die Aktionen bis Pfingsten ausbauen“, kündigte der Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, Oliver Höbel an. Sollten bis dahin keine Signale der Arbeitgeber kommen, werde es „24-Stunden-Streiks“ geben.

Die Arbeitgeber in Sachsen haben bisher eine Entgelterhöhung um 0,9 Prozent ab dem 1. April für die kommenden zwölf Monate angeboten. Zudem soll es eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent geben. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld. Die zweite Runde der Verhandlungen für Sachsen war am 18. April ergebnislos vertagt worden. Ein Termin für die dritte Runde gibt es nach Gewerkschaftsangaben noch nicht.

In mehreren Tarifbezirken, so in Bayern, hatten die Arbeitgeber am Donnerstag in der dritten Tarifrunde ein neues Angebot vorgelegt. Es sieht eine Entgelterhöhung von 2,1 Prozent für zwei Jahre in zwei Stufen vor. Die IG Metall lehnte das als unzureichend ab.

In die Streikaktionen in Sachsen sollen erstmals auch Unternehmen einbezogen werden, die keinen Tarifvertrag haben. „In der Regel verdienen die Menschen dort 25 Prozent weniger als in Firmen mit Tarifvertrag“, sagte Höbel. Einige der Belegschaften seien schon recht gut organisiert. Etwa 50 Prozent dort seien Mitglied der IG Metall, die in Sachsen insgesamt 90.000 Mitglieder habe.

In der Branche sind in Sachsen nach Angaben der IG Metall 170.000 Menschen tätig, aber längst nicht alle in tarifgebundenen Unternehmen.

dpa

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