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Erstaufnahme von Flüchtlingen: Turnhallen werden nicht mehr gebraucht

Prognosen derzeit "verfrüht" Erstaufnahme von Flüchtlingen: Turnhallen werden nicht mehr gebraucht

Ende eines Ausnahmezustands: Nach Monaten als Erstaufnahmeeinrichtung dienen immer mehr Turnhallen im Freistaat wieder ihrem eigentlichen Zweck. Nach Auskunft der Landesdirektion Sachsen werden sachsenweit zehn Sporthallen nicht mehr als Asylunterkunft benötigt.

Nach Monaten als Erstaufnahmeeinrichtung dienen immer mehr Turnhallen im Freistaat wieder ihrem eigentlichen Zweck.

Quelle: Archiv

Dresden. Ende eines Ausnahmezustands: Nach Monaten als Erstaufnahmeeinrichtung dienen immer mehr Turnhallen im Freistaat wieder ihrem eigentlichen Zweck. Nach Auskunft der Landesdirektion Sachsen werden sachsenweit zehn Sporthallen nicht mehr als Asylunterkunft benötigt, darunter beispielsweise die Ernst-Grube-Halle der Universität Leipzig.

Geräumt werden konnten zuletzt auch die Leipziger Neue Messe sowie zwei Hotels in Freital und Böhlen. Zum Ende des vergangenen Jahres gab es demnach 41 Erstaufnahmen, derzeit seien es noch 33. Die Differenz erkläre sich dadurch, dass der Freistaat beschlossen habe, die „Erstaufnahme von Asylbewerbern grundlegend neu zu ordnen“, erklärte eine Sprecherin der Landesdirektion auf Nachfrage.

Demnach würden zeitweilig genutzte Unterkünfte wie Turnhallen zwar geschlossen, dafür aber dauerhafte Unterkünfte eingerichtet. So entstünden derzeit in Dresden und Leipzig zwei neue Erstaufnahmen mit jeweils 700 Plätzen. Vor der Zunahme der Flüchtlingszahlen habe es lange Zeit in ganz Sachsen nur eine Erstaufnahmeeinrichtung in Chemnitz gegeben.

In diesem Monat soll zudem in Leipzig-Mockau ein Verteilzentrum der Zentralen Ausländerbehörde öffnen. Es solle mit einer Kapazität von 1360 Plätzen als „Drehscheibe“ dienen. Demnach sollen in Sachsen ankommende Asylbewerber hier eine Vorregistrierung und eine erste Gesundheitsprüfung durchlaufen, bevor sie innerhalb von 48 Stunden auf Erstaufnahmeeinrichtungen in Sachsen verteilt werden. Nach spätestens drei Monaten in einer Erstaufnahme werden die Flüchtlinge dann einer Kommune zugewiesen.

Seit Jahresbeginn kamen laut Innenministerium 5278 Asylbewerber nach Sachsen, im November 2015 waren es noch 17.000. Von den rund 18.300 Betten in Erstaufnahmen sei derzeit nur jedes Fünfte belegt. Prognosen für die kommenden Monate seien aufgrund der laufenden Verhandlungen auf europäischer Ebene derzeit aber „verfrüht“.

dpa

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