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Erneut Protest gegen Umquartierung von Leipziger Flüchtlingen

Erneut Protest gegen Umquartierung von Leipziger Flüchtlingen

Die Proteste vor der Leipziger HTWK-Sporthalle gehen weiter: Alle Flüchtlinge aus der HTWK-Halle sollen am Dienstag geschlossen in die Ernst-Grube-Halle gebracht werden.

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Quelle: Matthias Puppe

Das teilte Landesdirektion-Vizepräsident Michael Feist am Dienstag auf dem Gelände an der Arno-Nitzsche-Straße mit. Die Entscheidung sei im sächsischen Innenministerium gefallen: Zur Stunde werden die Asylbewerber von Dolmetschern informiert.

Nach Angaben von Juliane Nagel, Landtagsabgeordnete der Linken, sehen das viele der gut 200 Protestierenden vor der Halle allerdings anders. Diese hatten bereits am frühen Nachmittag einen Bus blockiert, der zur Abholung ab der Halle vorgefahren war. Eine Stunde später fuhr das Fahrzeug wieder unverrichteter Dinge davon. Gegen 18 Uhr planen die Blockierer zudem eine Demonstration, die von der HTWK-Halle auf noch unbekannter Route durch die Messestadt führen soll.us.

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In Leipzig protestieren Flüchtlinge und deren Helfer gegen eine Verlegung nach Heidenau

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Bereits am Montag hatten mehr als 200 in Leipzig die Verlegung von 51 Flüchtlingen nach Heidenau verhindert. Nach stundenlangem Ringen mit zuständiger Landesdirektion und Polizei konnten die 51 Asylbewerber in der Notunterkunft der HTWK-Turnhalle an der Arno-Nietzsche-Straße verbleiben. Etwa zehn bis 20 Leipziger hatten zudem vor der Unterkunft übernachtet, um die Geflüchteten zu schützen.

Wie eine Sprecherin der Landesdirektion am Dienstagmorgen erklärte, sollte im Laufe des Tages eine Entscheidung fallen, wohin die Flüchtlinge umgesiedelt werden. Ein Verbleib in der HTWK-Turnhalle gilt als unwahrscheinlich, weil hier sanitäre Standards bisher nicht umzusetzen sind.

Auch Mitglieder des Bündnisses Refugees Welcome waren am Montag unter den Demonstranten. Eine Sprecherin erklärte, dass Zeltstädte, Container oder Baumärket als Unterkünfte zwar „verantwortungslos“ seien. „Aber solange die Betroffenen in einer sicheren und unterstützungswilligen Umgebung leben können, sind sie einem Ort des konstanten Terrors wie Heidenau allemal vorzuziehen“, so Lea Hoppe.

Medieninformationen, nach denen die HTWK die Sporthalle zur längeren Nutzung angeboten habe, bestätigte ein Sprecher der Hochschule nicht. „Die Halle gehört zurzeit nicht uns, die gehört der Landesdirektion.“ Deswegen könne die HTWK die Halle gar nicht zur Diskussion stellen.

jhz / mpu

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