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Erfurt will Anteile aus Gaskonzern VNG herauslösen

Sperrminorität wackelt Erfurt will Anteile aus Gaskonzern VNG herauslösen

Der Poker um kommunale Anteile beim Gasversorger Verbundnetz Gas in Leipzig geht weiter. Erfurt will seine Aktien herauslösen. Verlieren die Kommunen ihre Sperrminorität?

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Quelle: dpa

Leipzig. Nach der Kaufabsage der Stadt Leipzig wollen die Stadtwerke Erfurt ihr Aktienpaket aus der Verbundnetz Gas AG Leipzig (VNG) herauslösen und auf dem freien Markt verkaufen. „An dieser Absicht halten wir trotz der Übernahme von VNG durch den Energiekonzern EnBW fest“, sagte Geschäftsführer Peter Zaiß. Der Karlsruher Konzern hatte jüngst die Anteile des Oldenburger Versorgers EWE in Höhe von 74,21 Prozent übernommen. Anteile in Höhe der übrigen 25,79 Prozent hält eine neun Städte umfassende kommunale Holding, zu der Erfurt und Leipzig gehören. Sie verfügt damit über eine Sperrminorität. Löst Erfurt seine 4,21 Prozent Aktien heraus, könnte diese fallen.

„Auf der kommenden Beratung der Holding am 2. November in Leipzig steht die Herausgabe der Aktien auf der Tagesordnung“, so Zaiß. Das Herauslösen sei jetzt juristisch möglich. Keine der anderen Kommunen, die ein Vorkaufsrecht hätten, hätten Kaufinteresse bekundet. Dennoch müsse der Beschluss einstimmig gefasst werden.

„Wir sind weiter an Gesprächen mit allen Aktionären der VNG interessiert“, sagte Frank Viereckl, Sprecher der Leipziger Holding für Versorgung und Verkehr (LVV). Diese hatte das Angebot der Erfurter Mitte Oktober abgelehnt. Nach einem Gutachten hatten die Erfurter den Kaufpreis erhöht. Statt der ursprünglich verlangten 80 Millionen Euro wollten sie 90 Millionen Euro für ihre Anteile haben. LVV hatte das Gutachten als unrichtig bezeichnet.

Die LVV hatte großes Interesse am Halten der Sperrminorität gezeigt, um den Sitz von VNG und damit Arbeitskräfte und Steuern in Leipzig zu halten. EnBW-Vorstandschef Frank Mastiaux hatte allerdings bei der Übernahme von VNG betont, sein Unternehmen sehe sich als verlässlicher Partner für VNG in Leipzig mit 1400 Mitarbeitern.

dpa

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