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Eklat: Rittergut von Neonazi Hoffmann soll angeblich „KZ“ werden

Kohren-Salis Eklat: Rittergut von Neonazi Hoffmann soll angeblich „KZ“ werden

Das Rittergut des Rechtsextremisten Karl-Heinz Hoffmann in Kohren-Sahlis ist am Mittwoch versteigert worden. Die Bevollmächtigte des Höchstbietenden sorgte dabei für einen Eklat, als sie ankündigte, das Ensemble solle zum „Konzentrationslager“ umgebaut werden.

Eingang zum Rittergut in Kohren-Sahlis (Landkreis Leipzig).

Quelle: LVZ

Leipzig. Für das Rittergut Kohren-Sahlis (Kreis Leipzig) sind bei einer Zwangsversteigerung in Leipzig 160.000 Euro geboten worden. Die Bevollmächtigte des Höchstbietenden, bei dem es sich um einen Geschäftsmann aus Hessen handeln soll, sorgte dabei am Amtsgericht für einen Eklat: Sie erklärte, das Rittergut solle zu einem Konzentrationslager ausgebaut werden. Nachfragen wollte sie nicht beantworten.

Das Baudenkmal gehört seit mehr als zehn Jahren dem bekannten Rechtsextremisten Karl-Heinz Hoffmann (78), dem Gründer der gleichnamigen und inzwischen verbotenen Wehrsportgruppe. Auf dem 60 000 Quadratmeter großen Gelände in Kohren-Sahlis, das auf einen Verkehrswert von einem symbolischen Euro geschätzt worden war, sollen auch Schulungen für Neonazis stattgefunden haben. Der Freistaat Sachsen hatte Arbeiten an dem Baudenkmal zwischen 2005 und 2007 mit 130 000 Euro gefördert.

Köditz nennt Aussage „mehr als geschmacklos“

Diese Summe hatte Hoffmann jetzt auch an Schulden vor allem aus Wasserrechnungen angehäuft. Deshalb kommt es zur Zwangsversteigerung. Bis zum kommenden Mittwoch wird die Finanzlage des Höchstbietenden geprüft. Experten gehen davon aus, dass eine zweistellige Millionensumme in das Rittergut investiert werden müsste.

„Die Aussage, dass das Rittergut ein Konzentrationslager werden soll, ist nicht mehr nur geschmacklos, sondern geht weit darüber hinaus“, empörte sich die Linken-Innenpolitikerin Kerstin Köditz. Der Bürgermeister von Kohren-Sahlis, Siegmund Mohaupt (CDU), wollte die Aussage nicht kommentieren – hofft allerdings, „dass diesmal kein politischer Hintergrund des Besitzers besteht“. Für die Region sei ein mutiger Investor wichtig, der das Rittergut tatsächlich sanieren und wirtschaftlich betreiben könne.

Von Andreas Debski

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