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Ehefrau erstochen - sechs Jahre wegen Totschlags

Prozess in Leipzig Ehefrau erstochen - sechs Jahre wegen Totschlags

Vor den Augen der gemeinsamen Kinder hat er seine Ehefrau erstochen. Wegen Totschlags muss der 39-Jährige nun sechs Jahre in Haft, entschied das Landgericht Leipzig am Freitag. Die Richter folgten damit dem Antrag der Verteidigung.

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Wegen Totschlags muss der 39-Jährige nun sechs Jahre in Haft, entschied das Landgericht Leipzig am Freitag.

Quelle: dpa

Leipzig. Vor den Augen der gemeinsamen Kinder hat er seine Ehefrau erstochen. Wegen Totschlags muss der 39-Jährige nun sechs Jahre in Haft, entschied das Landgericht Leipzig am Freitag. Die Richter folgten damit dem Antrag der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen auf Mord plädiert und eine lebenslange Haft gefordert. Sie prüft nun, ob sie gegen das Urteil Rechtsmittel einlegt (Az: 1 Ks 301 Js 47219/15).

Zwischen dem Ehepaar hatte es schon längere Zeit Spannungen gegeben. Diese verschärften sich, als der Mann seinen Job verlor und seine Frau eine Anstellung in einem Lokal bekam. Immer öfter kam sie nach der Arbeit nicht direkt nach Hause, sondern feierte mit Kollegen. Der Mann befürchtete, dass die Ehe scheitern und er Frau und Kinder verlieren könnte.

Am Tattag im September vergangenen Jahres machte sich die Frau nach Überzeugung des Gerichts zum Ausgehen fertig. Ihr Mann stellte sie zur Rede, wobei er sich selbst ein Messer an die Brust hielt. Als die Frau ihn als „Hund“ bezeichnete und erklärte, sie „prostituiere“ sich, versetzte ihr der 39-Jährige laut Urteil drei Stiche im Brust und Rücken. Das Opfer verblutete.

Das Gericht wertete die Bluttat als Totschlag im Affekt. Es hielt dem Beschuldigten zugute, dass er ein umfassendes Geständnis ablegte, aufrichtige Reue zeigte und nicht vorbestraft war. Die Tat sei aus Verzweiflung geschehen. Mordmerkmale wie Heimtücke oder niedere Beweggründe sahen die Richter als nicht verwirklicht.

dpa

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