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Dulig: Sachsens Unternehmen müssen ihre Innovationskraft stärken

Wirtschaft Dulig: Sachsens Unternehmen müssen ihre Innovationskraft stärken

Die sächsische Wirtschaft hat gute innovative Unternehmen. „Allerdings sind es noch zu wenige“, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) im Gespräch mit der LVZ. Der Minister ist diese Woche auf Innovationstour im Freistaat. „Dabei besuche ich Betriebe, die sich schon auf den Weg der Innovationen gemacht haben.“

Dieses Fantasie-Gebilde aus Metall wurde mittels 3D-Druck in einem Arbeitsgang hergestellt. Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme Dresden setzt auf neuartige Produktionsverfahren

Quelle: Fraunhofer

Dresden/Leipzig. Die sächsische Wirtschaft hat gute innovative Unternehmen. „Allerdings sind es noch zu wenige“, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) im Gespräch mit der LVZ. Der Minister ist diese Woche auf Innovationstour im Freistaat. „Dabei besuche ich Betriebe, die sich schon auf den Weg der Innovationen gemacht haben.“

Viele Firmen hätten verstanden, dass sie sich nur so auf den Weltmärkten etablieren könnten. Wer Innovationen betreibe, habe eine höhere Produktivität, habe mehr Beschäftigte als der Durchschnitt der Betriebe und sei zumeist in der Lage, höhere Löhne zu zahlen. Da nach Ansicht des Ministers die Zeit der Großansiedlungen vorbei ist, müsse die Innovationskraft der sächsischen Wirtschaft gestärkt werden. Große Hoffnungen setzt der 42-Jährige dabei auf die aufgestellte Forschungslandschaft. „Wir sind in Sachsen so etwas wie die heimliche Hauptstadt von Fraunhofer.“ Ziel müsse es sein, dass aus der Wissenschaft und Forschung heraus Ideen für neue Produkte und Verfahren entstünden, die dann von hiesigen Firmen in die Praxis umgesetzt würden.

Sachsen habe da eine ganze Reihe von Instrumenten, um auch den kleinen und mittleren Unternehmen, die sich allein wegen ihrer geringen Größe weniger Forschung und Entwicklung leisten könnten, unter die Arme zu greifen. So könne die Beschäftigung von Hochschulabsolventen als Innovationsassistenten sowie die Arbeit von Forschern und Ingenieuren mit Hochschulabschluss und Berufserfahrung durch einen Zuschuss gefördert werden. Über den Technologiegründerfonds werde Beteiligungskapital für die Start-up-Phase zur Verfügung gestellt. Zuschüsse könnten kleine und mittlere Unternehmen auch für Projekte des Technologietransfers erhalten. Hier geht es vor allem darum, Produkt- und Verfahrensinnovationen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei ihrem Markteintritt zu unterstützen. Dulig sagte, die meisten Innovationen entstünden inzwischen in der Schnittstelle zwischen den einzelnen Branchen. „Da erwarte ich künftig eine ganze Menge an Neuerungen.“

Der Minister warnte davor, die Erfolge der Wirtschaftspolitik an reinen Wachstumszahlen zu messen. Das Ifo-Institut in Dresden erwartet für dieses Jahr in
Sachsen ein Wirtschaftswachstum von
1,8 Prozent, also den gleichen Wert wie für die gesamte Bundesrepublik. „Wir brauchen auch andere Ziele.“ So müsse etwa die Lebensqualität in Sachsen vergleichbar mit der in anderen Regionen sein, Jugendlichen sei eine Perspektive zu geben. Um auch künftig gute Wachstumszahlen zu erreichen, „müssen wir deshalb Innovationen in den Mittelpunkt stellen“.

Dulig warnte vor kleinteiligem Denken. Das Land habe sich mit neuen Trends auseinanderzusetzen, „damit Entwicklungen auf der Welt nicht hier vorbeiziehen“. Als Erfolgsbeispiel nannte er die führende Rolle des Freistaates in der europäischen Mikroelektronik-Industrie.

Auf seiner Tour besuchte der Politiker gestern unter anderem das Dresdner Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme. Es entwickelt keramische Technologien für eine nachhaltige Energiegewinnung. In Leipzig schaute er sich die AJ Roboscreen GmbH an, eine Tochter der Analytik Jena AG. Roboscreen entwickelt und produziert Kits und Reagenzien für die Nukleinsäure- und Proteindiagnostik. Insgesamt, lobte der Minister, spüre er auf seiner Innovationstour, „welch großes Potenzial vorhanden ist“.

Von Ulrich Milde

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