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Dresdner Oberbürgermeister-Kandidaten kämpfen mit Vandalismus bei Wahlplakaten

Dresdner Oberbürgermeister-Kandidaten kämpfen mit Vandalismus bei Wahlplakaten

Zwei Wochen vor der Wahl des neuen Dresdner Stadtoberhauptes kämpfen die Kandidaten mit Vandalismus. Wahlplakate werden beschmiert, überklebt oder gleich ganz entfernt.

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Immer mehr Wahlplakate werden zerstört. Betroffen davon sind alle Kandidaten.

Quelle: Stephan Lohse

Betroffen sind dabei alle Oberbürgermeister-Kandidaten, unabhängig von ihrer politischen Einstellung.

„Wir hatten in den letzten Wochen verstärkt mit Vandalismus zu kämpfen, unsere Plakate wurden bekrizzelt, heruntergerissen und abgehängt“, bestätigt Richard Kaniewski, Wahlkampfkoordinator im Team von Eva-Maria Stange. Brennpunkte sind nach seinen Beobachtungen die Stadtteile Leuben und Pillnitz, in den anderen Vierteln verteilt es sich gleichmäßig. Die heruntergerissenen Plakate will das Stange-Team nun „in der klassischen Variante“ nachhängen lassen, so Kaniewski. Rechtliche Schritte gegen den Vandalismus behalte sich Eva-Maria Stange vor.

Auch das Team von Markus Ulbig registrierte vermehrt Vandalismus bei seinen Plakaten. „Das betrifft sowohl unsere 18/1- und 9/1-Großflächen, als auch unsere A1-Straßenplakate“, betonte CDU-Sprecher Mario Dense. Der Sprecher des OB-Kandidaten und derzeitigen Innenministers konnte aber keine Häufung in bestimmten Stadtteilen bestätigen. „Allerdings stellen wir insgesamt mehr Beschädigungen und Fälle von Vandalismus im Vergleich zu vergangenen Wahlen fest“, so Dense auf Anfrage von DNN-Online. Beschädigte Plakate und Plakatflächen werden schnellstmöglich ausgetauscht, heißt es aus dem Wahlkampfbüro. „Darüber hinaus haben wir in den vergangen Tagen und Wochen in Einzelfällen auch schon Strafanträge gestellt und behalten uns das weiter vor.“

Halt macht die Zerstörungswut auch nicht vor der Wahlwerbung von Dirk Hilbert. Allerdings halten sich die Beschädigungen in Grenzen, wie Büroleiterin Katja Rülke am Dienstag mitteilte. Auch das Team um den derzeitigen amtierenden Oberbürgermeister konnte keine Häufung in einem bestimmten Stadtteil konstatieren. „Die beschädigten oder entfernten Plakate werden zeitnah ersetzt“, so Rülke.

Vermehrten Vandalismus beklagt auch der AfD-Kandidat Stefan Vogel. „Wir haben in den letzten Wochen leider vielfach Erfahrungen mit Vandalismus an Wahlplakaten machen müssen“, erklärte Jürgen Schulz, Vorsitzender des Kreisverbandes Dresden der AfD. Seit Beginn der Plakatierung Anfang Mai seien die Wahlplakate immer wieder zerstört, heruntergerissen oder in einzelnen Straßenzügen wie auf der Lockwitzer Straße systematisch entfernt worden.

„Wir haben deshalb bei der Polizei Dresden bereits zweimal Anzeige gegen Unbekannt erstattet“, so Schulz. In den letzten Tagen sei die Zahl der entfernten und demolierten Transparente noch einmal deutlich angestiegen. Schulz schätzt, dass mittlerweile rund ein Drittel aller AfD-Plakate betroffen sind. Besonders aktiv seien die Vandalen entlang von Hauptverkehrsstraßen. Schulz sieht in einer Anzeige bei der Polizei das Mittel der Wahl. Eine weitere Idee ist ganz pragmatischer Natur: Er will die Plakate einfach höher hängen lassen.

Julia Vollmer

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