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Dresdens Großprojekte konkurrieren mit BER, Elbphilarmonie und Stuttgart 21 - Teil 2

Dresdens Großprojekte konkurrieren mit BER, Elbphilarmonie und Stuttgart 21 - Teil 2

Eine Ausnahme in der Reihe der verzögerten und fehlerhaften Großbauprojekte in Dresden steht seit 2004 wieder auf dem Neumarkt. Der äußerst komplexe Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche gelang schneller als geplant.

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Die Frauenkirche in Dresden gehört zu den wenigen Großprojekten, die nach Plan aufgebaut wurden.

Quelle: Dominik Brüggemann

Die Dresdner Frauenkirche – Eine Ausnahme

Für 2005 vorgesehen, setzten Bauarbeiter bereits im April 2004 den letzten Sandstein der Kirche ein. Insgesamt verbauten sie auch über 3500 Originalsteine aus der zerstörten Frauenkirche. Zwar wurde der Grundstein bereits 10 Jahre zuvor verlegt, aufgrund der Sortierung der Trümmersteine gingen die Planer aber ohnehin von einer langen Bauphase aus. Diese verkürzten sie unter anderem durch den Bau eines Wetterschutzdachs, unter dem die Arbeiten auch im Winter und bei widrigen Witterungsverhältnissen fortgesetzt wurden.

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Dresdner Hauptbahnhof: Ein großer Teil der 250 Millionen Euro, die die Sanierung bis Ende 2006 kostete, entfiel auf das verbaute Membrandach, das allein rund 85 Millionen Euro verschlang.

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Die Waldschlößchenbrücke entzweit die Dresdner

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Dresdens Großprojekte: Im Sommer 2013 soll die Waldschlößchenbrücke endlich fertig sein. (Archivbild)

Quelle: Martin Förster foerstermartin.de

Es war 1996 als der Dresdner Stadtrat beschloss, die Waldschlößchenbrücke über die Elbe zu bauen. Nach einer langen Planungsphase und einer Mehrheitsänderung im Stadtrat waren die Dresdner im Februar 2005 zu einem Bürgerentscheid aufgerufen, um über den Bau der Brücke abzustimmen. Gut 68 Prozent der Befragten entschieden sich für den Bau. Danach begann das Fiasko um die Welterbeliste der Unesco, auf der das Elbtal bis dato stand. Der Welterbetitel ging bekanntlich verloren, die Brücke wurde gebaut. Im Sommer 2013 soll sie nun, wenn alles gut geht, tatsächlich eröffnet werden. Allein zwischen 2004 und 2012 habe es laut Stadt insgesamt 66 juristische Verfahren wegen der Brücke gegeben. Sie sind allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Denn der Bau der Brücke sorgt seit Jahren für Ärger zwischen Befürwortern und Gegnern der Brücke. Inzwischen sind 157 Millionen Euro für die Brücke ausgegeben. Sobald die Brücke jedoch geöffnet ist soll sie für Entspannung sorgen. Insbesondere Autofahrer, die östlich die Innenstadt umkurven wollen, haben künftig die neue Brücke als Routenalternative zur Auswahl. Als Verbindung kann sie dann die Stauffenbergallee im Norden mit dem Käthe-Kollwitz-Ufer im Süden verbinden.

Kulturpalast – Neues Großprojekt in der Warteschleife

Geigerin Anne-Sophie Mutter, Sänger Udo Jürgens und Künstlerlegende Sir Peter Ustinov traten im Dresdner Kulturpalast auf. Bis zu seiner Schließung im vergangenen Jahr zog er die Stars und Dresdner ins Zentrum der Altstadt. Neben der Dresdner Philarmonie, die bislang im Kulturpalast residierte, sollen nach dem geplanten Umbau auch die Herkuleskeule und die Städtischen Bibliotheken einziehen. So soll eine aktive Nutzung über den gesamten Tag erreicht werden. Kritiker befürchten durch den Umbau des Konzertsaals allerdings genau das Gegenteil. Die Funktion der großen Stadthalle falle weg. Welche Prophezeiung sich nun erfüllt, steht in den Sternen. Denn Mitte März musste die Stadt einräumen, dass sich der Umbau mindestens um eineinhalb Jahre verzögert und die Dresdner Philarmonie weiterhin ohne feste Spielstätte auskommen muss. Eine Fertigstellung vor dem März 2017 ist somit unwahrscheinlich. Dresdens Kulturbürgermeister Ralf Lunau sagte in diesem Zusammenhang: „Obwohl der Konzertbetrieb außerhalb des Kulturpalastes bislang erfreulich gut funktioniert, ist mit einer Übergangszeit von nunmehr fast fünf Jahren die Grenze des Zumutbaren für das Orchester erreicht.“ Das Problem ist erneut das Geld. Als Baubudget will die Stadt weiterhin mit 81,5 Millionen Euro kalkulieren, allerdings musste zwischenzeitlich ein neues Finanzierungskonzept erarbeitet werden, da eine eingeplante EU-Förderung nicht zugesagt wurde.

Dresdner Hauptbahnhof – Modernes Dach ist nicht für Schneemassen geeignet

Der Umbau und die Sanierung des Dresdner Hauptbahnhofs in den Jahren 2002 bis 2008 ist ein Sonderfall der Dresdner Großprojekte. Das Hochwasser zerstörte mit einem Pegel von bis zu 1,5 Metern Teile des Bahnhofs. Ein großer Teil der 250 Millionen Euro, die die Sanierung bis Ende 2006 kostete, entfiel jedoch auf das verbaute Membrandach, das allein rund 85 Millionen Euro verschlang. Das nach Entwürfen des Architekten Norman Foster geplante Teflon-Membrandach, hielt dem Wetter jedoch nicht stand. Schneeberge und Frost rissen die Stoffe auseinander. Wie die Bahn auf Anfrage mitteilt, steht das Beweissicherungsverfahren durch das Landgericht Dresden noch aus. Allerdings sollen sogenannte Patches, also Flicken, auf die Schadstellen aufgeschweißt werden, um weitere Löcher zu vermeiden. „Die großen Trichterrisse sind notinstandgesetzt, aber noch vorhanden“, so die Bahn auf Anfrage.

Lesen Sie hier den [link:700-NR_DNN_61224-1] über Dresdens Großprojekte.

Dominik Brüggemann

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