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Dresden Nazifrei will trotz Absage der Rechtsextremen wachsam bleiben

Dresden Nazifrei will trotz Absage der Rechtsextremen wachsam bleiben

Auch wenn erstmals seit vielen Jahren keine Neonazi-Veranstaltung am 13. Februar in Dresden stattfinden soll, will das Bündnis Nazifrei wachsam bleiben. „Wir behalten unsere Szenarien aufrecht“, sagte Bündnis-Sprecher Silvio Lang am Vormittag.

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Archivbild

Quelle: Martin Förster foerstermartin.de

Es sei unklar, ob und wie viele Nazis sich am Tag in Dresden bewegen werden. So gebe es Bus-Gruppen der Rechten von Außerhalb, die erst unterwegs von der Absage in der Nacht erfahren hätten. Im Mittelpunkt stehe aber der Mahngang Täterspuren, der um 14.30 Uhr auf dem Schützenplatz beginnt.

Von den Ereignissen des 12. Februars zeigte sich auch Lang ein wenig überrascht. Mit 300 bis 500 Neonazis, die letztendlich durch die Altstadt zogen, habe man nicht gerechnet. Nun müsse in Ruhe ausgewertet werden, wie es dazu kommen konnte. Noch ist nicht klar, ob die Neonazis ihre Kader gezielt und verdeckt mobilisieren konnten oder ob erst die öffentliche Aufmerksamkeit zur großen Teilnehmerzahl führte.

Kritik in sozialen Netzwerken, das Bündnis habe bei der Organisation von Blockaden versagt, reagierte Lang ebenfalls. „Wir haben deswegen nicht zu Blockaden aufgerufen, weil wir ein klares Credo haben: Sagen was man tut und tun was man sagt. Wir konnten nicht einschätzen, wie viele Menschen auf den Straßen sein werden. In so einer Lage blind zu Blockaden aufzurufen sehen wir nicht als verantwortungsbewusst“, teilte das Bündnis via Facebook mit.

Gegenüber DNN-Online sagte Lang, dass Dresden Nazifrei im Vorfeld nicht einschätzen konnte, ob es überhaupt möglich gewesen wäre, den Nazi-Aufzug zu verhindern. Letztlich seien dann eben nicht genug Leute auf den Straßen gewesen. „Es hat nicht ausgereicht“, sagte er.

Den Neonazi-Umzug mit 300 bis 500 Teilnehmern solle Dresden aber nicht überbewerten. Einen Großaufmarsch wie früher habe es nicht gegeben. Lang wertete das Ausweichen der Rechtsextremen auf den 12. Februar zudem auch als Teilerfolg. Das sei ein Eingeständnis, dass die Neonazis am 13. Februar selbst inzwischen keine Möglichkeit mehr für ihre Aufmärsche sehen.

sl

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