Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Das sind Sachsens Autobahnbaustellen 2016

Großer Bedarf bei Autobahnsanierungen Das sind Sachsens Autobahnbaustellen 2016

Das Sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr präsentierte am Montag in Dresden seine Pläne zur Erneuerung der Bundesautobahnen im Freistaat. In diesem Jahr wird es demnach auf A 4, A 13, A 14 und der A 72 zu größeren Sanierungsarbeiten kommen. Auch einige Brücken werden erneuert.


Quelle: dpa

Dresden. Sachsen hat größeren Erneuerungsbedarf bei Autobahnen als in den letzten Jahren. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LaSuV) präsentierte am Montag in Dresden seine Pläne zur Erneuerung der Bundesautobahnen im Freistaat. Pressesprecherin Isabel Siebert machte zunächst deutlich, dass ein größerer Erneuerungsbedarf vorhanden sei, als es die Sachsen in Vergangenheit gewöhnt waren. „Bis jetzt waren wir sehr verwöhnt durch die neuen Autobahnen. Doch in den kommenden Jahren stehen größere Sanierungsprojekte an, um den guten Zustand der Autobahnen dauerhaft sicherzustellen“, so Siebert.

So befindet sich beispielsweise schon jetzt die A 4 in einer ersten „großen Sanierungrunde“. In diesem Jahr sollen insgesamt vier Teilabschnitte erneuert werden. Auf der östlichen A 4 werden die Teilstücke zwischen den Anschlussstellen Ottendorf-Okrilla und Pulsnitz (8,3 Kilometer / 4,2 Millionen Euro) sowie zwischen den Anschlussstellen Bautzen-West und Weißenberg ( 5,5 Kilometer / 2,3 Millionen Euro) in Fahrtrichtung Dresden erneuert. Gebaut werden soll dort von April bis Juni. In Fahrtrichtung Görlitz wird zwischen den Anschlussstellen Salzenforst und Bautzen-Ost ein etwa fünf Kilometer langer Abschnitt zwischen Juli und August für insgesamt 1,6 Millionen Euro saniert. Bei allen drei Teilstrecken werden die Asphaltdecke und der sogenannte Binder ausgetauscht.

Ab Juni werden dann viele Dresdner um einen Stau nicht mehr herumkommen. Dann wird eine 3,4 Kilometer lange Teilstrecke zwischen den Anschlussstellen Dresden-Neustadt und Wilder Mann in Fahrtrichtung Görlitz für etwa 4,9 Millionen Euro erneuert. Da dieser Streckenabschnitt täglich gut 100.000 Fahrzeuge benutzt wird, soll dort auch im 24-Stunden-Takt gebaut werden. „Wir haben bei der Sanierung des Autobahndreiecks Dresden-West Erfahrungen gesammelt. Es ist genügend Platz vorhanden, doch durch den Wegfall der Standstreifen besteht natürlich immer Staupotenzial“, so die zuständige Abteilungsleiterin Steffi Schön. „Wir bitten daher um Rück- und Nachsicht.“ Während der Bauzeit zwischen Juni und September werden drei Spuren in jeder Fahrtrichtung aufrechterhalten.

Für die Region Leipzig wird ab Mai die Sanierung der A 14 zwischen der sächsischen Landesgrenze und der Anschlussstelle Leipzig Mitte das größte Projekt 2016 sein. Hier wird bis Ende August auf rund 6,1 Kilometern die Betonfahrbahn durch Asphalt ersetzt. Die Verkehrsbehinderungen, welche im Zuge der Baustelleneinrichtung entstehen, sollen spätestens bis zum Katholikentag beendet sein. Die Anschlussstelle Schkeuditz wird während der gesamten Sanierungsarbeiten geschlossen bleiben. Außerdem müssen in dem betroffenen Abschnitt vier Brücken aus der Vorkriegszeit erneuert werden. Zwischen April und September wird die Brücke an der Althener Straße abgerissen und durch eine neue ersetzt. Die anderen drei Brücken folgen in den nächsten Jahren.

Auch das Sanierungsprogramm der „alten“ A 72 geht in diesem Jahr weiter. Geplant ist es, zwischen Juni und August Strecke zwischen Autobahnkreuz Chemnitz und der Anschlussstelle Chemnitz-Süd in Fahrtrichtung Hof auf einer Länge von 2,9 Kilometern (2,2 Millionen Euro) zu erneuern. Die Anschlussstelle Chemnitz-Rottluff wird während der gesamten Arbeiten geschlossen bleiben. Ebenfalls werden auf der Strecke bis September zwischen den Anschlussstellen Pirk und Plauen-Ost zwei Teilabschnitte in Fahrtrichtung Leipzig für ungefähr fünf Millionen Euro erneuert.

Zudem soll in diesem Jahr der grundhafte Ausbau der A 13 zwischen Radeburg und Dresden-Nord abgeschlossen werden. Im vergangenen Jahr wurde bereits die Richtungsfahrbahn Dresden erneuert, die Richtungsfahrbahn Berlin wird nun bis zum Ende das Jahres für insgesamt 47,7 Millionen Euro saniert. Diese Kosten übernimmt der Bund. Vom Freistaat werden in diesem Jahr rund 115 Millionen Euro in die Sanierung der Autobahnen gesteckt. 2015 waren es noch rund 98 Millionen Euro, 2014 rund 82 Millionen Euro.

Die durchschnittliche Liegezeit einer Autobahn beträgt je nach Nutzung zwischen 15 und 20 Jahren. Deshalb werden in den kommenden Jahre viele Sanierungen an Autobahnen, welche in den Jahren nach der Wende ausgebaut wurden, notwendig. Mittlerweile wird vorwiegend Asphalt benutzt, da Beton etwa 4 Wochen aushärten muss und auch immer nur auf einer gesamten Fahrbahn verlegt werden kann. Asphalt hingegen kann Spurweise eingebaut und anschließend zeitnah benutzt werden.

Von Sebastian Burkhardt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

Gewinnspiele
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr