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DNN-Umfrage: Für Schwarz-Rot wird es in Sachsen-Anhalt eng

Eine Woche vor Landtagswahlen DNN-Umfrage: Für Schwarz-Rot wird es in Sachsen-Anhalt eng

Eine Woche vor den Landtagswahlen in drei Bundesländern verdichten sich die Anzeichen für massive Verschiebungen in der Wählergunst. Im Nachbarland Sachsen-Anhalt zum Beispiel wird es nach einer aktuellen DNN-Umfrage eng für die schwarz-rote Koalition unter Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).

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Wird Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU, hier bei der Festveranstaltung "100 Jahre Chemiestandort Leuna") weiter regieren können?

Quelle: dpa

Dresden/Stuttgart/Mainz. Eine Woche vor den Landtagswahlen in drei Bundesländern verdichten sich die Anzeichen für massive Verschiebungen in der Wählergunst. Im Nachbarland Sachsen-Anhalt zum Beispiel wird es eng für die schwarz-rote Koalition unter Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Zusammen erreichen dort CDU und SPD nach einer aktuellen DNN-Umfrage nur noch 48 Prozent. Das würde zwar unter bestimmten Umständen für eine Regierungsmehrheit reichen, aber es wäre knapp.

Alle derzeit im Landtag vertretenen Parteien – CDU, Linke, SPD und Grüne – rutschen ab in der Wählergunst. Dafür hat sich als neue starke Kraft mit 17 Prozent die Alternative für Deutschland (AfD) etabliert. Die CDU bliebe mit 30 Prozent nach wie vor klar die stärkste Partei, büßt aber im Vergleich zur vorherigen Landtagswahl 2,5 Prozent ein. SPD (18 Prozent) und Linke (19 Prozent) verlieren noch mehr Wähler. Damit ist das Rennen um die zweitstärkste Fraktion im künftigen Magdeburger Landtag völlig offen, auch wenn die Linke diesen Platz besetzt. Aber Linke, SPD und AfD sind dicht beieinander. Das ergab eine Umfrage des Leipziger Instituts Uniqma im Auftrag der DNN. Dafür wurden vom 19. bis 29. Februar 1008 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte aus Sachsen-Anhalt telefonisch befragt. Andreas Czaplicki, der Leiter des Instituts, leitet aus der Umfrage ab, dass die große Koalition aus CDU und SPD im neuen Landtag „wohl eine Mehrheit der Sitze“ hätte.

Für Rot-Rot-Grün würde es mit insgesamt 42 Prozent nicht reichen. Es gibt keine Wechselstimmung in Sachsen-Anhalt. Weder Wulf Gallert, der Frontmann der Linken, noch Katrin Budde, die Spitzenkandidatin der SPD, können sich also berechtigte Hoffnungen machen auf das Amt des Magdeburger Regierungschefs. Die Grünen müssen zittern, ob sie überhaupt im Landtag bleiben können.

Anders das Bild in Baden-Württemberg. Hier könnten erstmals die Grünen stärkste Kraft in einem deutschen Landtag werden. Eine Neueste Umfragen sehen die Partei von Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit 32 Prozent an der Spitze. Die CDU kommt in ihrem Stammland nach dem ZDF-Politbarometer vom Freitag lediglich auf 30 Prozent.

Der am Vorabend veröffentlichte Deutschlandtrend der ARD sieht die Christdemokraten sogar nur bei 28 Prozent. Kretschmanns Grüne liegen in Baden-Württemberg zwar in Führung, doch für eine Fortsetzung der grün-roten Koalition würde es derzeit nicht reichen. Beide Wahlumfragen sehen die SPD im Südwesten nur bei 13 Prozent – und damit auf Augenhöhe mit der AfD, die mit 11 bis 13 Prozent rechnen kann.

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD ab. Die SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer liegt nur knapp hinter der CDU von Herausforderin Julia Klöckner. Die SPD kommt in beiden Umfragen auf 34 Prozent, die CDU liegt im ZDF bei 35, in der ARD bei 36 Prozent. Dreyer schloss aus, als Juniorpartner in eine Koalition einzutreten. Die FDP kommt in Baden-Württemberg auf 7 bis 8 Prozent und in Rheinland-Pfalz auf 5 bis 6 Prozent.

Die Umfragen für das „Politbarometer“ wurden von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 29. Februar und dem 3. März erstellt.

Anita Kecke und Ulrich Steinkohl

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