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Chemnitz prüft Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt

Konkurrenz für Dresdner Bewerbung Chemnitz prüft Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt

Neben Dresden liebäugelt auch Chemnitz mit einer Bewerbung um den Titel Europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2025. Die gemeinsam mit den Stadtratsfraktionen erarbeitete Idee soll nach Angaben der Verwaltung von Dienstag in den kommenden Monaten mit der Bürgerschaft diskutiert und entwickelt werden.

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Blick auf die Bronzeplastik des Philosophen Karl Marx, die im Volksmund auch "Nischel" genannt wird. Der Kopf ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Chemitz.

Quelle: dpa

Chemnitz. Neben Dresden liebäugelt auch Chemnitz mit einer Bewerbung um den Titel Europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2025. Die gemeinsam mit den Stadtratsfraktionen erarbeitete Idee soll nach Angaben der Verwaltung von Dienstag in den kommenden Monaten mit der Bürgerschaft diskutiert und entwickelt werden. „Ich bin überzeugt, dass Chemnitz eine starke, faszinierende Kulturhauptstadt sein kann“, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD).

Die Stadt stehe in Vielem exemplarisch für die Gegenwart und Zukunft Europas, habe Brüche erlebt und gemeistert, so Ludwig. Auch die Spannung zwischen Identität und Veränderung sei ein zentrales, europäisches Thema. „Gerade jetzt geht es um Identität, Zugehörigkeit und Umgang mit Veränderung.“

Der Titel wird seit 1985 von der Europäischen Union verliehen, um Reichtum und Vielfalt der Kulturen hervorzuheben, den Tourismus zu fördern und das Image der Städte zu verbessern. Seit der EU-Erweiterung 2004 werden jährlich je zwei Städte gekürt. In diesem Jahr sind es San Sebastian (Spanien) und Breslau (Polen).

Chemnitz ist mit gut 246 000 Einwohnern Sachsens drittgrößte Stadt. 1143 erstmals urkundlich erwähnt, war Chemnitz Industriemetropole, nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg sozialistische Musterstadt und musste sich nach 1990 neu finden - und stets um Identität ringen. Von 1953 bis 1990 hieß Chemnitz Karl-Marx-Stadt.

dpa

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