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CDU, AfD und Pegida drücken Hilbert in einen Lagerwahlkampf gegen Stange

CDU, AfD und Pegida drücken Hilbert in einen Lagerwahlkampf gegen Stange

Der Kampf um den Oberbürgermeisterposten in Dresden wird zum Lagerwahlkampf. Am Montag beschlossen sowohl die CDU als auch Pegida, die eigenen Kandidaten zurückzuziehen.

Die AfD deutete am Montag ebenfalls an, lieber Hilbert zu unterstützen. Sie alle eint nicht unbedingt die Sympathie für Dresdens Wirtschaftsbürgermeister. Es geht ihnen nur um eines: Die Wahl von Eva-Maria Stange soll verhindert werden.

Nur einen dürfte die neu gewonnene Unterstützung eher mäßig freuen – und zwar Dirk Hilbert. Der amtierende Oberbürgermeister hatte es im ersten Wahlgang vermieden, als Kandidat einer Partei zu agieren. Seine FDP-Mitgliedschaft ruht, zudem legt er Wert darauf, dass seine „Unabhängigen Bürger für Dresden“ eben nicht politisch geprägt sind. Nun aber droht Hilbert die Vereinnahmung durch CDU, AfD und sogar Pegida. „Ich glaube, die Dresdner wollen keine Lagerverhärtung haben, sowohl im Rat nicht und auch nicht in der gesamten Stadtpolitik“, hatte Hilbert noch am Sonntagabend gesagt.

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Die Wahlbeteiligung stieg stadtweit deutlich an.

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„Wir werden mit dem Vorstand das weitere Vorgehen abstimmen. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass nur eine Persönlichkeit, die überparteilich und unabhängig denkt und handelt, die Stadt Dresden ohne politische Grabenkämpfe regieren kann“, teilte der Kandidat am Montag nach einem ersten „Gedankenaustausch“ mit der CDU in Pirna mit.

Der unabhängige Kandidat benötigt nun Verhandlungsgeschick: Bindet er sich zu eng an die neuen Unterstützer, könnte er seine Unabhängigkeit verlieren. Er dürfte es sich aber auch nicht leisten können, die potenziellen Verbündeten vor den Kopf zu stoßen bei seinem Ziel, klar auf Sieg zu gehen.

Seine Konkurrentin Eva-Maria Stange hat es da ein wenig einfacher. Sie hatte aus der Unterstützung durch SPD, Linke, Grüne und Piraten nie ein Geheimnis gemacht. Allerdings wird es für sie nun auch schwerer, noch an Stimmen zuzulegen. Die Wähler von CDU, AfD und Pegida werden sich eher für Hilbert als für Stange entscheiden. Und wer sein Kreuz im ersten Wahlgang bei Lara Liqueur gemacht hat, der kann das im zweiten Wahlgang wohl auch machen.

Lara Liqueur alias Lars Stosch von der Partei „Die Partei“ hatte am Sonntag angekündigt, auch beim zweiten Wahlgang zu kandidieren. „Ich glaube noch fest an den Sieg“, ließ die Spaßkandidatin trotz magerer 2,5 Prozent ausrichten. Ob sich diese Meinung bis zum Freitag noch ändert? Bei „Die Partei“ ist nichts ausgeschlossen. Die Aussicht auf einen bierseligen und öffentlichkeitswirksamen Partyabend bei den beiden Konkurrenten könnte den Ausschlag dafür geben, dass die Kandidatur aufrechterhalten wird.

sl (mit Material von tbh)

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