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Bund rüffelt Sachsen wegen Personalkürzungen an Hochschulen - Nachfrage aus dem Westen

Bund rüffelt Sachsen wegen Personalkürzungen an Hochschulen - Nachfrage aus dem Westen

Der Bund hat Sachsen wegen seiner ursprünglich geplanten Personalkürzung an den Hochschulen gerügt und finanzielle Konsequenzen angedroht. Einen entsprechenden Bericht der „Sächsischen Zeitung“ vom Donnerstag bestätigte das Wissenschaftsministerium in Dresden auf Anfrage.

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Der Bund hat Sachsen wegen seiner ursprünglich geplanten Personalkürzung an den Hochschulen gerügt und finanzielle Konsequenzen angedroht.

Quelle: dpa

Nach Aussagen von Sprecher Karltheodor Huttner befinden sich die Verhandlungen mit dem Finanzministerium über zusätzliches Personal aber kurz vor dem Abschluss. Demnach sollen 2012 zusätzlich 150 Lehrer zur Verfügung stehen und ab nächstem Jahr 300. Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) hatte schon im Februar selbst auf die Misere hingewiesen.

Im März bekam von Schorlemer ungefragt Rückenwind für ihre Argumentation aus Berlin. Das Bundesbildungsministerium erinnerte Sachsen an zuvor getroffene Vereinbarungen im Hochschulpakt. Es sichert den Ländern Bundesmittel zu, wenn sie eine bestimmte Anzahl von Studienplätzen bereithalten. Hintergrund sind Prognosen zu den Studienanfängern in den kommenden Jahren. Bis etwa 2016 wird vor allem mit einer starken Nachfrage junger Leute aus dem Westen gerechnet, da mehrere Bundesländer noch das Abitur von 13 auf 12 Jahre verkürzen und so jeweils „doppelte“ Abiturjahrgänge auf die Universitäten drängen. Daneben sorgt die Aussetzung der Wehrpflicht für einen vorübergehenden Ansturm auf Studienplätze.

Der Stellenabbau an den sächsischen Hochschulen war schon vor dem Amtsantritt von Schorlemer 2009 beschlossene Sache. Nach aktuellem Stand wird Sachsen von 2013 bis 2015 jeweils 100 Stellen kürzen, in der Summe 300. Bis 2020 sollen weitere 415 Stellen wegfallen. Dann bleiben insgesamt noch 8306 übrig. Zum Vergleich: 1994 hatten die Hochschulen 11.167 Stellen, aber nur 63.549 Studierende. Grundsätzlich will der Freistaat zwar am Stellenabbau festhalten. Die zusätzlichen „Lehrkräfte für besondere Aufgaben“ - so heißen sie offiziell - sollen über befristete Verträge beschäftigt werden.

Die Linken im Landtag forderten am Donnerstag ein sofortiges Umsteuern in der Hochschulpolitik und wollen dies am 10. Mai zum Thema im Landtag machen. Sie pochen auf eine „seriöse Ausfinanzierung“ und eine kontinuierliche Personalentwicklung als Voraussetzung für das optimale Betreuen der Studenten und Forschungsleistungen auf Höchstniveau.

Für das aktuelle Wintersemester hatten sich an den 15 sächsischen Hochschulen 20.310 Studenten eingeschrieben - rund ein Viertel mehr, als die Prognose der Kultusministerkonferenz vorhersah. Die Gesamtzahl der Studenten lag damit bei 100.721, für dieses Jahr wird mit einem  Anstieg auf 108.350 gerechnet. Medizinische Fakultäten, private Hochschulen und Verwaltungshochschulen sind in diesen Zahlen noch gar nicht mal enthalten.

dpa

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