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Bürgerinitiative will Flugplatz Großenhain retten

Bürgerinitiative will Flugplatz Großenhain retten

Für Holger Faulhaber und seine Mitstreiter geht es ums Ganze: In einer Bürgerinitiative kämpfen sie jetzt auch mit einem Bürgerbegehren um die Rettung des vor der Schließung stehenden Flugplatzes in Großenhain.

"Wir hatten 2011 rund 3000 Flugbewegungen, im vergangenen Jahr 5500 und in diesem Jahr sind es schon 7000", verwies Faulhaber gestern bei der Vorstellung der Initiative auf einen Aufwärtstrend. Doch die 220 Hektar gehören dem Freistaat und der will aus dem ehemaligen Kampfflieger-Areal der Sowjetarmee ein Industriegebiet machen. Am 14. Oktober hat der Stadtrat in Großenhain vor allem mit den Stimmen von CDU und FDP beschlossen, für diese Pläne Baurecht zu schaffen. Spätestens wenn in zwei, drei Jahren diese Planungsphase abgeschlossen ist, wäre der Flugbetrieb auf dem Landeplatz zu Ende. Die Bürgerinitiative will das nicht hinnehmen.

"Der Flugplatz - seit 1914 fast ununterbrochen in Betrieb, Manfred von Richthofen wurde hier ausgebildet - ist auch historisch nicht unbedeutend", erklärt Faulhaber. Deshalb müsse es doch möglich sein, Flugbetrieb und Industrieansiedlung zu ermöglichen, wenn man "klug und geschickt baut". Dann gebe es auch wei-ter eine Heimat für das "fliegende Museum" mit historischen Maschinen und andere Großveranstaltungen. Brachliegende Gewerbefläche habe das benachbarte Zeithain schon genug. Etwa 2700 Unterschriften müssten bis 14. Dezember zusammenkommen, 500 gebe es schon. Mit einer Petition im Landtag blieb Faulhaber ohne Erfolg.

Großenhains Oberbürgermeister Burkhard Müller (CDU) hält die Pläne für ein Industriegebiet für eine "riesige Chance". Schließlich übernehme der Freistaat die Sanierung, die Großenhain allein nie bewältigen könnte. So große zusammenhängende Flächen von einem Eigentümer bekämen Investoren heute kaum noch geboten in Deutschland. Deshalb könnte es für ein, zwei Großinvestoren interessant sein. Das bisherige Gewerbegebiet der Stadt sei zu 80 Prozent ausgelastet, für die Ansiedlungen der Landeplatz aber nicht von Bedeutung gewesen. Es seien eher erhebliche Konflikte bei Investitio-nen in seinem Umfeld zu befürchten. Zudem bestehe Sanierungsbedarf. Ohnehin gebe es jetzt schon eine große Dichte von Landeplätzen im nördlichen Sachsen. Müller: "Und keinem geht es richtig gut."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.10.2013

Ingolf Pleil

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