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Bildungsagentur: 621 Bewerber für Lehrerberuf - die Hälfte will ans Gymnasium

Bildungsagentur: 621 Bewerber für Lehrerberuf - die Hälfte will ans Gymnasium

Das war nicht anders zu erwarten: Sage und schreibe 621 junge Frauen und Männer haben sich im Großraum Dresden als Lehrer beworben - etwa so viele wie im Schuljahr zuvor.

Das sagte Katrin Reis, Sprecherin der Bildungsagentur, Regionalstelle Dresden, gestern auf DNN-Nachfrage. Mehr als die Hälfte von ihnen, nämlich 327, will ans Gymnasium. Weitere 116 haben sich für die Grundschule, 97 für eine Berufsschule, 67 für die Oberschule und nur 14 für die Förderschule beworben. Wie in den Vorjahren dürfte sich eine ganze Reihe Absolventen bereiterklären, auch schulartfremd zu unterrichten, sprich sich als Gymnasiallehrer vor eine Grundschulklasse zu stellen und auch nur dementsprechend bezahlt zu werden.

Gleichfalls interessant: Lediglich 431 der 621 Absolventen können die zweite Staatsprüfung vorweisen. Und 104 Bewerber haben Katrin Reis zufolge keine entsprechende pädagogische Ausbildung. Wieviele junge Lehrer im Sommer eingestellt werden können, vermochte die Sprecherin noch nicht zu sagen. Das Einstellungsverfahren werde sich bis weit in die Sommermonate hinziehen. So viel steht fest: Gesucht werden Lehrer für die Grund- und Förderschulen insbesondere im ländlichen Raum, aber auch in der Stadt Dresden. Was die weiterführenden Schulen anbelangt, sind Reis zufolge Bewerber für Mathe, Naturwissenschaften, Musik, Sport und für Deutsch als Zweitsprache rar.

Der Sächsische Lehrerverband drängt derweil auf zügige Einstellungen: Seit einem Monat lägen die Bewerbungen vor, doch bislang habe noch kein einziger Bewerber eine Nachricht erhalten, moniert Landeschef Jens Weichelt. "Die jungen Lehrer haben sich meist in mehreren Bundesländern beworben und werden nicht ewig warten", sagt er. Wenn nicht bald Einstellungszusagen erfolgten, sei der Zug abgefahren, da brauche man auch nicht über Rückholaktionen nachzudenken. Nach Berechnungen des Lehrerverbandes scheiden 2014 sachsenweit etwa 1130 Lehrer aus dem Schuldienst aus. Ersatz für mindestens 350 Grund-, jeweils 300 Oberschul- und Gymnasiallehrer, 150 Förderschul- und 30 Berufsschullehrer werde gebraucht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.05.2014

Katrin Richter

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