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Bewerbermangel für Lehrernachwuchs - SPD in Sachsen spricht von dramatischer Lage

Bewerbermangel für Lehrernachwuchs - SPD in Sachsen spricht von dramatischer Lage

Sachsen hat zuwenig Lehrernachwuchs. Das zeigen Zahlen aus dem Kultusministerium. Doch der Bedarf wird in den nächsten Jahren steigen. Für die SPD-Schulexpertin Eva-Maria Stange ist die Lage "dramatisch".

Nach den Angaben von Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) waren an allen Schultypen in Sachsen zum 1. Februar 2013 insgesamt 384 Stellen für Referendare und Lehramtsanwärter zu besetzen. Wie die Ministerin jedoch in einer Antwort auf eine Anfrage von Stange schreibt, nahmen nur 291 Fast-Lehrer den Vorbereitungsdienst im sächsischen Schulwesen auf. Rund ein Viertel der Stellen blieb unbesetzt. Von 371 Bewerbern waren 362 für die letzte Stufe der Lehrerausbildung zugelassen wurden. Davon sagten dann 81 Nachwuchs-Pädagogen ab. An Grundschulen und Mittelschulen hatte es jeweils 124 freie Stellen gegeben, für Gymnasien 123. Im Februar haben an den Grundschulen nur 79 Bewerber angefangen, an Mittelschulen waren es lediglich zehn. Im gymnasialen Bereich konnten 162 Bewerber angenommen werden, weil so viele Stellen bei den anderen Schularten unbesetzt blieben.

Für Stange sind die Signale eindeutig: "Das ist ein dramatisches Zeichen." Es fehle am Lehrernachwuchs. Dabei müssten in den nächsten Jahren immer mehr Lehrer eingestellt werden, bis 2017/18 steige die Zahl auf 1600. Das Kultusministerium müsse erklären, wie es mit dieser Situation umgehen will.

Das Haus von Brunhild Kurth gibt sich noch gelassen. "Für uns sind die Bewerberzahlen bei der Besetzung von Lehrerstellen entscheidend", erklärte Ministeriumssprecher Dirk Reelfs. Im vergangenen Jahr wurden 655 Lehrer eingestellt. In diesem Jahr soll die Größenordnung ähnlich sein. "Dafür gibt es 2000 Bewerber, das ist auskömmlich", erklärte Reelfs.

Für die SPD-Politikerin Stange fehlt es Sachsen an Attraktivität für den Lehrernachwuchs. In einem ersten Schritt müsse die Vergütung für Referendare verbessert werden. Bei den Lehrer setze sich das Dilemma dann vor allem an den Mittelschulen fort. Bei schlechterer Bezahlung und mehr Stunden fehle die Anziehungskraft gegenüber anderen Schularten und anderen Bundesländern. Reelfs räumte ein, dass das mangelnde Interesse an der Mittelschule auch an den Rahmenbedingungen liegen könnte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.05.2013

I.P.

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