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Betreuung von Flüchtlingskindern: Sachsen sieht sich gerüstet

Kritik vom Städte- und Gemeindetag Betreuung von Flüchtlingskindern: Sachsen sieht sich gerüstet

In den Kitas werden zunehmend Flüchtlingskinder betreut. Während das Ministerium auf die steigende Zahl an Erziehern verweist, warnen die Kommunen vor Engpässen bei der Betreuung - vor allem in Großstädten.

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Sachsen sieht die Kindertagesstätten im Land für die steigende Zahl von Flüchtlingskindern gerüstet.

Quelle: dpa

Dresden. Sachsen sieht die Kindertagesstätten im Land für die steigende Zahl von Flüchtlingskindern gerüstet. Das Kultusministerium habe für ausreichend Erziehernachwuchs gesorgt, der nun den Kitas zur Verfügung gestellt werden könne, sagte eine Ministeriumssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Um die Einstellung müssten sich allerdings die Kommunen kümmern. Pro Jahr standen Krippen, Kindergärten und Horten 2014 und 2015 laut Ministerium jeweils rund 2200 Absolventen zur Verfügung, 2003 waren es nur knapp 200 Erzieher. Derzeit werden rund 7300 Schüler in Sachsen zum Erzieher ausgebildet. 

Kritischer sieht das der Sächsische Städte- und Gemeindetag (SSG). Zwar gebe es mehr Erzieher, jedoch müssten für weitere Plätze auch die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden - etwa durch Erweiterung oder Neubau von Kitas. „Dies kann nicht von heute auf morgen geschehen“, so SSG-Geschäftsführer Mischa Woitschek. Zudem hätten die Kommunen kaum Informationen, wie viele Kleinkinder es in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes gebe. Das erschwere die kurzfristige Planung. 

Bei der Einführung des Rechtsanspruchs auf Betreuung von Kleinkindern sei es laut SSG in Dresden und Leipzig zu Engpässen gekommen. „Wir können im Moment nicht ausschließen, dass sich solche Engpässe wegen der steigenden Zahlen von Flüchtlingskindern erneut einstellen“, erklärte Woitschek. Zum 1. September wurde der Betreuungsschlüssel in den sächsischen Kitas von 13 Kindern pro Erzieher auf rechnerisch 1:12,5 gesenkt. Im kommenden Jahr soll er auf 1:12 sinken. Dabei soll es laut Ministerium trotz der zusätzlichen Kinder bleiben. Ausnahmen bei gesetzlichen Standards wegen der Aufnahme von Flüchtlingskindern seien nicht vorgesehen, betonte die Sprecherin. 

Derzeit werden laut Ministerium rund 295.800 Jungen und Mädchen in Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege betreut. Davon wachsen etwa 20.600 Kinder zwei- oder mehrsprachig auf - das heißt, mindestens ein Elternteil stammt aus dem Ausland.

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