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Betreiber: Keine Zunahme sexueller Belästigungen in Freibädern

Sachsen Betreiber: Keine Zunahme sexueller Belästigungen in Freibädern

Mehr Sicherheitspersonal, möglichst in Uniform, fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft in Freibädern. Frauen und Kinder sollen so vor Belästigungen geschützt werden. Berichte über eine angebliche Zunahme bestätigen sich in Sachsen aber nicht.

Vor dem Hintergrund der Debatte um eine angebliche Zunahme sexueller Belästigungen in Freibädern sieht man bei den großen sächsischen Bäderbetreibern keinen Grund für Dramatisierungen.

Quelle: dpa

Dresden. Vor dem Hintergrund der Debatte um eine angebliche Zunahme sexueller Belästigungen in Freibädern sieht man bei den großen sächsischen Bäderbetreibern keinen Grund für Dramatisierungen. Weder in Leipzig noch in Chemnitz liegen den Angaben zufolge entsprechende Anzeigen vor. „In unseren Bädern gibt es keine Probleme in dieser Richtung“, sagte auch Dörte Gregor von der Dresdner Bäder GmbH. „Hinweise beziehungsweise Meldungen zu sexuellen Belästigungen oder Übergriffen durch Migranten liegen nicht vor“, hieß es in Chemnitz. In den drei Großstädten wurden die Schwimmbadmitarbeiter geschult und Haus- und Baderegeln in verschiedene Sprachen übersetzt.

Der Einsatz von zusätzlichem Sicherheitspersonal, wie jüngst von der Deutschen Polizeigewerkschaft gefordert, ist in Dresden nicht geplant. In Chemnitz sind Security-Mitarbeiter dagegen seit Juni planmäßig im Einsatz, wie die Stadt mitteilte. „In Abhängigkeit von Witterung und Besucherzahl.“ Vorkommnisse, die sich von denen in den Vorjahren unterschieden, gebe es aber nicht.

„Die Sicherheit von Badegästen und Mitarbeitern steht für uns an oberster Stelle“, sagte Katja Gläß von den Leipziger Sportbädern. Das Sicherheitskonzept werde regelmäßig in Abstimmung mit der Polizei verfeinert. „Dazu gehört auch, dass wir unsere Mitarbeiter hinsichtlich Deeskalationstechniken schulen und in den Freibädern punktuell Sicherheitspersonal einsetzen. Dies haben wir in der laufenden Saison bisher rein vorsorglich an zwei Tagen getan.“

„Die Migranten passen sich den Gepflogenheiten in deutschen Schwimmbädern größtenteils an“, stellte Dörte Gregor fest. Dazu hätten in Dresden auch Piktogramme beigetragen, auf denen die Verhaltensweisen auf kleinen Bildern leicht verständlich dargestellt seien. „Mit unseren Comic-Regeln haben wir einen Akzent gesetzt und könnten damit auch gezielt auf Leute zugehen und ihnen notfalls ein Verbot aussprechen.“ Bislang sei dies aber nicht nötig gewesen.

„Wir beobachten in den Freibädern die üblichen Streits und Reibereien unter jugendlichen Gruppierungen“, sagte Gläß. Erst kürzlich habe eine Badbesucherin in einem Leipziger Freibad auch gegenüber einem Schwimmmeister angegeben, dass sie sich belästigt gefühlt habe. „Das vom Bademeister angeratene Hinzuziehen der Polizei lehnte sie jedoch ab.“

Sexuelle Belästigungen und Übergriffe seien schwer zu erfassen, sagte Jana Ulbricht, Polizeisprecherin in Dresden. Die Bandbreite der Tatbestände sei groß - von der Beleidigung bis zum Missbrauch. Außerdem spiele das subjektive Empfinden und das Alter der Betroffenen eine Rolle. Strafrechtlich relevante Vorfälle aus der laufenden Freibadsaison seien aber auch ihr nicht bekannt.

dpa

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