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Bessere Trauma-Versorgung für Verbrechensopfer gefordert

Stau bei der Akutversorgung Bessere Trauma-Versorgung für Verbrechensopfer gefordert

Der Weiße Ring hat eine bessere psychologische Versorgung traumatisierter Verbrechensopfer angemahnt. Bisher gebe es nur in Dresden eine Traumaambulanz, die auch eine kurzfristige Betreuung gewährleisten könne.

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Der Weiße Ring hat eine bessere psychologische Versorgung traumatisierter Verbrechensopfer angemahnt.

Quelle: dpa

Dresden. Der Weiße Ring hat eine bessere psychologische Versorgung traumatisierter Verbrechensopfer in Sachsen angemahnt. Bisher gebe es nur in Dresden eine Traumaambulanz, die auch eine kurzfristige Betreuung gewährleisten könne, sagte der Landesvorsitzende der Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer und ihre Familien, Geert Mackenroth, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sehen mittlerweile allerdings, dass durch den großen Zulauf es bereits dort zu Staus in der Akutversorgung kommt. Es ist deshalb dringend erforderlich, das Netz weiter auszubauen.“

Mackenroth betonte die Bedeutung einer raschen Betreuung der Opfer. Nur schnelle Hilfe sei auch gute Hilfe. „Dies gilt besonders für den Bereich der psychologischen Aufarbeitung des Erlebten.“

Im vergangenen Jahr wurden rund 800 Verbrechensopfer vom Weißen Ring Sachsen betreut. Mehr als ein Drittel der Fälle (35,8 Prozent) drehte sich um Körperverletzung und häusliche Gewalt - ein Plus von fünf Prozent zum Vorjahr. Zweitstärkste Fallgruppe war der sexuelle Missbrauch von Kindern. Fast jeder vierte der Hilfesuchenden war davon betroffen. Betreut wurden sie von 135 ehrenamtlichen Helfern in landesweit 21 Beratungsstellen.

260 Betroffenen wurde auch finanziell geholfen. 108 Schecks für eine anwaltliche und 28 für eine psychotraumatologische Erstberatung seien an Betroffene ausgegeben worden, sagte Jane Müller vom Landesbüro des Weißen Rings in Dresden. „Hinzu kommen noch Hilfeleistungen wie Soforthilfen und Opferhilfen, welche über eine akute Notlage hinweg geholfen haben.“ Wie schon 2014 liege man hier auch im vergangenen Jahr bei einer Gesamtsumme von rund 100 000 Euro.

Die immaterielle Hilfe, die die ehrenamtlichen Mitarbeiter leisteten, sei nur schwer in Zahlen zu fassen, sagte Müller. „Im Durchschnitt wird eine Beratung mit circa einer Stunde angesetzt. In der Hälfte der Fälle folgt ein Nachfolgetermin.“ Telefonische Erstberatungen dauerten meistens rund 30 Minuten.

Der Weiße Ring will sein Beratungsstellennetz im Freistaat weiter ausbauen. Ende des Jahres habe im Landkreis Meißen eine neue Außenstelle geöffnet, sagte Mackenroth. „Derzeit arbeiten wir daran, auch die Bereiche Mittlerer Erzgebirgskreis und Bautzen neu mit einem funktionierenden Netz von ehrenamtlichen Helfern zu versorgen.“

dpa

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