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Berufsbildungswerk Dresden: Lernen gegen Vorurteile

Berufsbildungswerk Dresden: Lernen gegen Vorurteile

Arbeiten und Wohnen sind zwei der großen Probleme für Menschen mit Behinderung in Dresden – so hat es die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Sylvia Müller, beschrieben.

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(Symbolbild)

Quelle: dpa

Das Berufsbildungswerk Dresden (BBW) ist angetreten, die Jobaussichten zu verbessern. Seit 1991 kümmert sich das BBW um die berufliche Erstausbildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderung. Dabei lernen sowohl körperlich Behinderte als auch chronisch und psychisch Kranke unmittelbar an der Ausbildungsstätte. Auftraggeber und Kostenträger ist vor allem die Agentur für Arbeit. Beim Berufsbildungswerk können Jugendliche eine dreijährige IHK-Ausbildung in 16 verschiedenen Berufen absolvieren. Dazu gehören unter anderem die Lehre zum Fachinformatiker, Bauzeichner, zum Zerspanungsmechaniker und zum Kaufmann Büromanagement.

„Uns ist es wichtig, vor allem arbeitsmarktrelevante Berufe auszubilden, um unseren Absolventen einen möglichst einfachen Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen“, so Hans-Jochen Seidel, der Geschäftsführer des Berufsbildungswerkes. Derzeit absolvieren 300 Jugendliche ihre Ausbildung, davon 60 eine Vorbereitungsmaßnahme. Erst wenn eine betriebliche Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen absolut nicht möglich ist, vermittelt die Bundesagentur für Arbeit die künftigen Azubis in das Berufsbildungswerk.

In einem Vorstellungsgespräch und einem Einstellungstest werden neben gesundheitlichen Fragen auch die Interessen und Begabungen der Jugendlichen analysiert. Die Ausbildung ist organisatorisch genau auf die besonderen Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung zugeschnitten. Auf dem Gelände befindet sich auch eine Berufsschule – die Azubis können sich so in einer geschützten Atmosphäre auf ihr Ziel konzentrieren.

Gelernt wird in kleinen Gruppen mit acht bis zehn Teilnehmern. Zu Beginn der Ausbildung steht ein individueller Förderplan. Je nach Bedarf werden in den Schulalltag Behandlungen von Physio- oder Ergotherapeuten oder Gespräche mit Psychologen integriert. Auch eine Ärztin und ein Pflegedienst sind mit im Team. Während der Ausbildung stehen Praktika von 20 bis 26 Wochen auf dem Stundenplan – hineinschnuppern in die Betriebe heißt hier die Devise.

Während der Praxisphase sollen die immer noch vorherrschenden Vorurteile der Arbeitgeber abgebaut werden, so Seidel. „Unser erklärtes Ziel ist es, dass alle unsere Azubis die IHK-Prüfung bestehen und den Einstieg ins Berufsleben schaffen. Im letzten Ausbildungsjahr stellen wir ihnen dazu einen Integrationsberater an die Seite“, sagt Seidel. Laut einer Erhebung der Bundesagentur für Arbeit in Sachsen haben es junge Menschen mit einer Behinderung leichter, im Arbeitsleben Fuß zu fassen als ältere.

Julia Vollmer

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