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Bertelsmann-Studie - Sachsen legt bei Weiterbildung zu

Mikrozensus-Daten Bertelsmann-Studie - Sachsen legt bei Weiterbildung zu

Sachsen hat in Sachen Weiterbildung vor einigen Jahren den größten Sprung bundesweit gemacht. Während die Quote von 2012 bis 2013 bundesweit leicht um 0,3 Prozentpunkte sank, stieg sie im Freistaat um 1,7 Prozent.

Sachsen hat in Sachen Weiterbildung vor einigen Jahren den größten Sprung bundesweit gemacht.

Quelle: dpa

Gütersloh. Sachsen hat in Sachen Weiterbildung vor einigen Jahren den größten Sprung bundesweit gemacht. Während die Quote von 2012 bis 2013 bundesweit leicht um 0,3 Prozentpunkte sank, stieg sie im Freistaat um 1,7, wie aus dem am Montag veröffentlichten zweiten Deutschen Weiterbildungsatlas für Kreise und kreisfreie Städte der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Danach nahm rund jeder achte Bürger (12,1 Prozent) mindestens einmal pro Jahr an einer Weiterbildung teil. 2012 waren es 11,9 Prozent.

Der Freistaat lag 2013 damit nur noch leicht unter dem Bundesdurchschnitt (12,3 Prozent) - und arbeitete sich von Platz 14 im Vorjahr auf Rang 7 im Mittelfeld der 16 Bundesländer vor. Bundesweiter Spitzenreiter war Baden-Württemberg (14,8 Prozent), Schlusslicht Sachsen-Anhalt (10,4 Prozent).

Die Studie zeigt große regionale Unterschiede im Land. Demnach war die Beteiligung vor allem in Mittelsachsen (7,3 Prozent) und Nordsachsen (7,8 Prozent) am geringsten, im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (14,0 Prozent) und der Stadt Leipzig (15,1 Prozent) am höchsten. Insgesamt lagen 5 der 13 Landkreise über dem Bundesdurchschnitt. 

„Weiterbildungschancen in Deutschland sind regional zu ungleich verteilt“, erklärte Stiftungsvorstand Jörg Dräger. Das schränke die Chancengleichheit bei beruflichem und sozialem Aufstieg ein. Etwa ein Drittel der Unterschiede lasse sich durch die regionale Sozial- und Wirtschaftsstruktur erklären, der Rest mit der Qualität der Weiterbildungsangebote. 

Sachsen hatte 2013 in Sachen Weiterbildung fast die 1,8 Prozentpunkte wieder aufgeholt, die zwischen 2007 bis 2012 verloren gegangen waren. Die vorhandenen Möglichkeiten werden laut der Studie zunehmend genutzt. So wurde das Potenzial zu 102,7 Prozent ausgeschöpft, was einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 13,4 Prozentpunkte bedeutet - der stärkste aller Bundesländer. 

Dabei waren die Landkreise Meißen mit 115,4 Prozent sowie Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (122,9 Prozent) Spitzenreiter, während in den Landkreisen Mittelsachsen und Nordsachsen fast ein Drittel des vorhanden Potenzials brach lag. Der Koautor des Berichts, Josef Schrader, empfahl, durch Kooperationen zwischen lokalen Akteuren das Angebot lokalen Bedürfnissen anzupassen.

Die Studie basiert auf den aktuellsten Daten des Mikrozensus. Dabei wurde die Teilnahme der Bevölkerung ab dem 25. Lebensjahr an beruflicher und allgemeiner Weiterbildung untersucht.

dpa

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