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Beginn der Sommerferien in Sachsen - weniger Angebote für arme Kinder

Beginn der Sommerferien in Sachsen - weniger Angebote für arme Kinder

Urlaub im Indianertipi, Ferienlager mit Karibik-Gefühl oder Mountainbike-Camp - die Liste der Angebote zum Beginn der Sommerferien ist lang. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa.

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Endlich Ferien - dachten sich auch Jaqueline, Evelina und Nina aus Leipzig. (Archivfoto)

Quelle: Andr Kempner

Dutzende Ferienlager, Freizeiten und Camps locken die Kinder in den kommenden sechs Wochen mit Spiel, Spaß und Abenteuer. Für viele bedürftige Kinder ist das Urlaubsvergnügen jedoch in weite Ferne gerückt: Der Freistaat hat die Zuschüsse für Familienurlaub in diesem Jahr gekürzt. Sozialverbände haben dafür Projekte in Leben gerufen, damit sich auch Kinder aus sozial schwachen Familien eine Auszeit vom Alltag nehmen können.

So schickt etwa die Diakonie Sachsen in diesem Jahr hunderte Kinder aus armen Familien in den Urlaub. Dafür sammelt sie mit der Aktion „Kindern Urlaub schenken“ Spenden. Mehr als 16 000 Euro sollen so zusammenkommen, 20 Projekte werden damit finanziert. Unter anderem etwa eine Unternehmung der Stadtmission Zwickau, die für bedürftige Kinder einen Ausflug in den Leipziger Vergnügungspark Belantis finanziert. Auch Freizeiten für die ganze Familie stehen auf dem Programm. „Alle Kinder sollen später in der Schule von Ferienerlebnissen berichten können. Auch diejenigen, die sonst nicht viel herauskommen“, sagte Diakonie-Chef Christian Schönfeld.

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Azubi Karl Fuchs demonstriert den Spaß unterm Wasserpilz im Schreberbad.

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Die Kindervereinigung Dresden sucht Firmen und Privatpersonen, die Ferienpatenschaften für bedürftige Kinder übernehmen. In diesem Jahr können dank der Aktion 20 Jungen und Mädchen in ein Ferienlager in Sachsen oder an die Ostsee fahren. „Leider mussten wir aber auch Kindern absagen, weil nicht genügend Spenden zusammengekommen sind“, sagte Projektkoordinatorin Renate Möbius.

Die AWO Sachsen vermittelt Ferienfreizeiten für Bedürftige. Der Freistaat unterstützte bisher den Urlaub mit 7,50 Euro pro Tag und Person. „Das wurde in diesem Jahr gestrichen“, sagte eine Sprecherin. Nach Angaben des Sozialministeriums wurde die Unterstützung für die Familienerholung allerdings nicht komplett eingestellt - werde aber seit 2011 nur noch in Verbindung mit speziellen Familienbildungsmaßnahmen gefördert.

„Einfach ein paar unbeschwerte Urlaubstage zu genießen, ist da nicht mehr drin“, sagte die AWO-Sprecherin. Vor allem für Alleinerziehende und Großfamilien habe das gravierende Auswirkungen. „Sie können es sich einfach nicht mehr leisten, wegzufahren.“ In den vergangenen drei Jahren wurden die Ferienprogramme der AWO noch mit rund 90 000 Euro gefördert - 330 Familien konnten dafür in den Urlaub fahren.

Bedürftige Kinder können trotzdem einiges erleben. So gibt es in Dresden, Leipzig oder Chemnitz den Ferienpass für kostenlosen oder ermäßigten Eintritt in Freibäder, Museen oder den Zoo. Mehre hundert Veranstaltungen und Workshops stehen in jeder Stadt auf dem Programm.

„Nicht nur toben, auch lernen mit Spaß und Spiel ist bei uns wichtig“, erklärte Nadine Brinner vom Landesverband Kinder- und Jugenderholungszentren Sachsen (KiEZ). So etwa bei der englischen Woche in Sebnitz. Egal ob beim Schlauchbootfahren oder in der Survivalnacht: Gesprochen wird Englisch mit Muttersprachlern. Insgesamt stehen in den sechs KiEZ-Einrichtungen in Seifhennersdorf, Schneeberg, Grünheide, Weißwasser, Sebnitz und Schmalzgrube 2000 Plätze in den Sommerferien zur Verfügung, nur noch 200 sind frei.

Wagemutige können sich noch zum Piratencamp in Weißwasser anmelden - auf die Kids warten eine Mutprobe und ein Abenteuerspektakel. Im Seifhennersdorfer „Querxenland“ versetzen kubanisches Strandbuffet, Glücksspielparadies und Salsa-Disco die Ferienkinder in Karibikstimmung. Eltern müssen für ein Camp mit Kosten zwischen 150 und 300 Euro rechnen - für Übernachtung, Verpflegung, Programm und Ausflüge.

dpa

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