Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Google+
Bauzeit an Sachsens Theatern - Sanierung für Millionen Euro

Bauzeit an Sachsens Theatern - Sanierung für Millionen Euro

An vielen Theatern in Sachsen wird gebaut. Oftmals wird dabei eine Sanierung nachgeholt, mit der lange gewartet wurde. Wie hoch der Sanierungsbedarf an den kommunalen Häusern insgesamt ist, kann das Kunstministerium in Dresden nicht sagen.

Für den Unterhalt der Semperoper in Dresden sind in diesem Jahr laut Sächsischem Immobilien- und Baumanagement drei Millionen Euro eingeplant.

Quelle: dpa

Dresden. An vielen Theatern sowie Konzert- und Opernbühnen in Sachsen sind derzeit Handwerker im Einsatz: Einige Häuser werden momentan saniert, anderswo ist dies noch in der Planung, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Für marode Gebäude und veralteten Brandschutz müssen jährlich Millionen von Euro ausgegeben werden. Wie hoch der Sanierungsbedarf an den kommunalen Häusern insgesamt ist, kann das Kunstministerium in Dresden nicht sagen.

Semperoper Dresden

Für den Unterhalt der Semperoper in Dresden sind in diesem Jahr laut Sächsischem Immobilien- und Baumanagement drei Millionen Euro eingeplant. So wird unter anderem die Schutzimprägnierung der Quadriga über dem Haupteingang erneuert, die Seitenzufahrten werden instand gesetzt, Treppen abgedichtet, das Champangerzimmer saniert, in Treppenhäusern wird gemalert. Schon im vergangenen Jahr war der Zuschauerraum für rund 1,1 Millionen Euro wieder auf Vordermann gebracht worden. Stuckelemente und Malereien wurden gereinigt, Gebrauchsspuren und Schäden beseitigt und das Parkett saniert.

Zudem soll im Sommer der rund sechs Millionen Euro teure Umbau des ehemaligen Gastronomiegebäudes zur Studiobühne und Opernkantine abgeschlossen werden. Das nächste Projekt ist laut Kunstministerium ein gemeinsames Probebühnenzentrum für Oper und Staatsschauspiel. Wäscherei und Färberei sollen auf das Werkstattgelände der Oper verlegt werden.

Gewandhaus Zwickau

In Zwickau steht die Sanierung des Gewandhauses an, der wichtigsten Spielstätte des Theaters. „Es gibt erhebliche Mängel beim Brandschutz sowie an der inneren und äußeren Bausubstanz“, erläutert Stadtsprecher Mathias Merz. Im Mai befasst sich der Stadtrat mit der Sanierung. Nach aktuellen Planungen sollen von Februar 2017 an bis März 2019 für 14,25 Millionen Euro unter anderem Dach, Sanitär- und Toilettenanlagen sowie die Heizung erneuert und Foyer, Treppe sowie Besuchergarderobe neu gestaltet werden.

Anfang Juni fällt in dem Haus der zunächst letzte Vorhang. Von September an dient der Malsaal der Theaterwerkstätten nebenan dem Ensemble als Ausweichquartier. „Wir müssen dann ohne Bühnenmaschinerie auskommen. Deshalb wird die Ausstattung einfacher“, sagt Theatersprecherin Carolin Eschenbrenner. Aber das Theater habe sich mit seinen Stücken seit Jahren darauf vorbereitet.

Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz

Im nächsten Jahr soll auch am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz nach Angaben der Verantwortlichen das Bühnenhaus teilweise saniert werden. Dort hatte es ebenfalls Probleme mit dem Brandschutz gegeben. Der Bühnenstandort Zittau war bereits in den Jahren 2009/2010 saniert worden. Doch seit Jahren streitet sich das Theater um Honorarnachzahlungen in Millionenhöhe, die von dem Architekturbüro verlangt werden. Gegen eine Entscheidung des Landgerichts Görlitz, das die Bühne zur Zahlung von mehr als 680 000 Euro verurteilt hatte, will das Theater nun in Berufung gehen, wie der kaufmännische Geschäftsführer Caspar Sawade ankündigte.

Kraftwerk Mitte in Dresden

Im Theater Junge Generation (TJG) in Dresden werden im Mai „Kisten gepackt“, wie Theatersprecher Norbert Seidel sagt. Das Ensemble scheide durchaus mit Wehmut. Das Theater war ebenso wie die Dresdner Staatsoperette nach dem Krieg in einem umgebauten Gasthof am Stadtrand untergekommen. „Vieles funktionierte hier nur noch mit Ausnahmegenehmigung“, sagt Seidel. Für insgesamt 101,3 Millionen Euro wurde seit 2014 ein ehemaliges Kraftwerk als Spielstätte für beide Häuser umgebaut. Ende des Jahres soll es geschafft sein.

Kulturpalast Dresden

Das zweite große Kulturprojekt der Stadt - der Umbau des Kulturpalastes von 1969 mit dem Einbau eines neuen Konzertsaales mit Orgel für die Philharmonie, einer Spielstätte für das Kabarett „Die Herkuleskeule“ und Räumen für die Stadtbibliothek - soll Ende April 2017 fertig sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 82 Millionen Euro.

Landesbühnen Radebeul

Anfang April haben die Landesbühnen in Radebeul bei Dresden ihre neuen Theaterwerkstätten in Betrieb genommen. Das Stammhaus des Theaters war schon 2011 komplett saniert worden.

Oper Leipzig

Bereits im Februar hat nach fast zweijähriger Bauzeit die Musikalische Komödie der Oper in Leipzig ein neues Funktionsgebäude mit Garderoben für Chor und Orchester, Probenraum, Kostümfundus und einer Cafeteria in Betrieb genommen. Aus Brand- und Arbeitsschutzgründen waren die Künstlergarderoben und Aufenthaltsräume zuvor im Keller des Operetten- und Musicalhauses untergebracht. Die Drehbühne der Oper selbst wurde im Herbst 2015 für 3,6 Millionen Euro erneuert.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

Gewinnspiele
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr