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Bautzens Bürgermeister hört auf - Christian Schramm geht nach 25 Jahren in Ruhestand

Bautzens Bürgermeister hört auf - Christian Schramm geht nach 25 Jahren in Ruhestand

Christian Schramm (CDU) steht seit 25 Jahren an der Spitze Bautzens und zählt damit zu den dienstältesten Stadtchefs Sachsens. Bei der Kommunalwahl am 7. Juni tritt der Langzeit-Bürgermeister allerdings nicht mehr an.

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Christian Schramm (63)

Quelle: Tim Brakemeier, dpa

Laut Sächsischem Städte- und Gemeindetag, dem Schramm noch bis zum Sommer als Präsident vorsteht, zählt der 63-Jährige zu den "Bürgermeistern der ersten Stunde". Nur wenige Tage nach Schramm traten unter anderem in Flöha, Bischofswerda oder Limbach-Oberfrohna Oberbürgermeister an, die ebenfalls bis heute im Amt sind.

Als im Herbst 1989 die Bautzener auf dem Theaterplatz für ein besseres Land demonstrierten, steht Christian Schramm mittendrin. Der Religionspädagoge gehörte damals zu den Mitbegründern des Neuen Forums. Bald wird er Mitglied einer Gruppe zur demokratischen Aufarbeitung der Vorgänge um den Bautzener Stasiknast. "Da war eine ganze Menge in Bewegung. Wir waren von positiven Emotionen getragen, es gab eine Offenheit und den Wunsch, alles zum Guten zu wenden", sagt der dreifache Vater. 1990 geht er in den ersten freigewählten Stadtrat. Am 6. Mai 1990 wird er Bürgermeister.

Die stattlichen Bürgerhäuser in der Fußgängerzone stehen für den Aufbruch nach 1989. Nichts erinnert mehr an das Bautzen vor der Wende, als es Pläne gab, die marode, leergezogene Altstadt wegzusprengen und durch eine sozialistische Neustadt zu ersetzen. Seit 1990 flossen rund 350 Millionen Euro an Fördermitteln, städtischem Geld und privaten Investitionen in die Altstadt. Schramm holt einen Zettel aus der Tasche.

Den Alltag nach 25 Jahren im Dienst muss Schramm bald erst wieder lernen. "Jetzt möchte ich mir Zeit für Dinge nehmen, die zu kurz kamen." Vielleicht lässt er seine Band wiederaufleben, an seinen Gedichten will er weiterschreiben - und die Familie bekommt den Anteil von ihm, auf den sie lange verzichten musste.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.06.2015

Miriam Schönbach

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