Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Bautzener OB will gegen Alltagsrassismus kämpfen

Schweigende Mehrheit muss sich positionieren Bautzener OB will gegen Alltagsrassismus kämpfen

Der Oberbürgermeister von Bautzen, Alexander Ahrens (parteilos), will sich stärker gegen tolerierten Alltagsrassismus einsetzen. „Wir müssen den Schlüssel finden, damit sich die schweigende Mehrheit gegen Menschenjagd und ähnliche Szenen positioniert“, sagte Ahrens, der die Auseinandersetzungen zwischen Rechtsextremen und Flüchtlingen befrieden will.

Voriger Artikel
Sachsens Firmen wollen bessere Internetanbindung
Nächster Artikel
Weitere Vogelgrippe-Fälle in Leipzig: Virus auch bei zwei toten Enten

Alexander Ahrens

Quelle: dpa

Bautzen. Der Oberbürgermeister von Bautzen, Alexander Ahrens (parteilos), will sich stärker gegen tolerierten Alltagsrassismus einsetzen. „Wir müssen den Schlüssel finden, damit sich die schweigende Mehrheit gegen Menschenjagd und ähnliche Szenen positioniert“, sagte Ahrens, der die Auseinandersetzungen zwischen Rechtsextremen und Flüchtlingen befrieden will. Um die Situation in Bautzen langfristig zu beruhigen, sollen Streetworker an Treffpunkten für Jugendliche eingesetzt werden. Zudem soll ein neuer Kinder- und Jugendtreff entstehen.

Bautzen war in den vergangenen Monaten immer wieder wegen Fremdenfeindlichkeit in die Schlagzeilen geraten. Im Februar hatten unbekannte Täter Feuer in einem noch leer stehenden Flüchtlingsheim gelegt. Im September hatten Rechtsextreme Flüchtlinge durch die Stadt gejagt. Nach Angaben des sächsischen Innenministeriums gab es seit April 80 Anzeigen rund um die sogenannte Bautzener Platte, wovon elf gegen Asylbewerber gerichtet waren. „Wir wissen, dass sich die rechte Szene aus Sachsen und Brandenburg die Stadt inzwischen als Bühne gesucht hat“, sagt Ahrens. Er wisse auch, dass die Mehrzahl der Taten von ausländerfeindlichen Deutschen ausging. Er sagt: Die rechten Patrouillen, die es nachts in der Stadt gibt, müssen aufhören.

Ahrens steht aber auch in der Kritik. Einige Stadträte werfen ihm Alleingänge vor, besonders das Treffen mit rechten Gruppen brachte ihm Gegenwind. Sachsenweit gibt es zudem eine Initiative gegen diese Gespräche. „Wir müssen wenigstens versuchen, Gegensätze statt mit Gewalt durch Gespräche zu beenden“, hält der OB entgegen.

Von DNN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

Gewinnspiele
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr